Programm

 

Kunst - Literatur - Musik

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Das zweite Zeitalter der Symphonie

Johannes Brahms und Anton Bruckner

Anton Bruckner und Johannes Brahms sind im Abstand von nur neun Jahren geboren; vieles verbindet sie: Beide verkörpern wesentliche Aspekte ihrer Epoche – inwieweit sie diese auch geprägt haben, wäre zu diskutieren; beide wirkten in ihrer Reifezeit vor allem in Wien; beide konzentrierten sich in ihrem Schaffen auf die „absolute“ Instrumentalmusik, wobei sie die zentrale Gattung Oper umgingen. Beim Komponieren ihrer Symphonien fanden Bruckner und Brahms in Beethoven ihren zentralen Anknüpfungspunkt.
Dennoch scheint das Trennende zwischen den beiden Komponisten zu überwiegen. Die Zeitgenossen setzten viel daran, den Graben zu vertiefen. Besonders tat sich dabei die Musikkritik hervor, die von jeher zur Zuspitzung neigt. Zugleich unternahmen Brahms und Bruckner wenig, um diesen Graben zu überbrücken. Ohne Zweifel unterschieden sie sich deutlich in ihrer Haltung zur sogenannten Neudeutschen Schule, also zu Liszt und Wagner. Und doch können sie als die bedeutendsten Vertreter dessen gelten, was der Musikwissenschaftler Carl Dahlhaus als „zweites Zeitalter der Symphonie“ bezeichnet hat.

No. 18035

22.06.2018 bis 24.06.2018

Beginn 17.00 Uhr
Ende ca. 12.30 Uhr

Preis:

inkl. 2x Vollpension DZ 249,00 € / EZ 275,00 € ohne Zimmer 183,00 €

Referent

Thomas Krehahn, M.A.
Musikwissenschaftler, Pianist und Autor, München
www.thomaskrehahn.de