Programm

 

Kunst - Literatur - Musik

Kunst - Literatur - Musik

Ikonografie – Bildinhalte entschlüsseln

Liebe, Schicksal und Heldenmut im antiken Mythos

In diesem Seminar begeben wir uns mit den Titanen in eine ferne Zeit vor den olympischen Gottheiten. Dazu lesen wir nicht nur in den „Metamorphosen“ des Ovid, sondern auch in der „Theogonie“ des Hesiod, der sich um 700 v. Chr. mit der Entstehung der Götter und der Abfolge ihrer Herrschaft befasst hat. Die Attribute der Protagonisten und die erzählerischen Zusammenhänge lassen uns den jeweiligen Mythos erkennen. Wir betreten mit Proserpina die Unterwelt und kosten vom Granatapfel Plutos. Gemeinsam mit Daedalus bangen wir um Ikarus und sehen, dass Juno in Verwandlungskünsten ihrem Gatten Jupiter ebenbürtig ist. Das Liebesleben der Antike ist voller Dramatik: Medea hilft Jason, das Goldene Vlies zu rauben, sie gibt Heimat und Familie für ihn auf. Orpheus vermag mit Gesang und Lyraspiel, Bäume und wilde Tiere zu bewegen, nicht jedoch, seine eigene Sehnsucht zu bezwingen. Ödipus ist weise genug, das Rätsel der Sphinx zu lösen, wird aber an seinem Schicksal verzweifeln. Im Drachenkampf schließlich beweisen antike Helden ihre Unerschrockenheit.

Für den Besuch des Seminars werden weder Kenntnisse noch der Besuch eines der früheren Seminare der Reihe vorausgesetzt.

 

Literaturempfehlung für jene, die sich auf das Seminar vorbereiten möchten:

P. Ovidius Naso: Metamorphosen. Lateinisch / Deutsch. Übersetzt und herausgegeben von Michael von Albrecht. Mit 30 Radierungen von Pablo Picasso und einem kunsthistorischen Nachwort von Eckhard Leuschner, Stuttgart 2010.
Hesiod: Theogonie. Übersetzt und erläutert von Raoul Schrott, München 2014. 

No. 20018

06.03.2020 bis 08.03.2020

Beginn 17.00 Uhr
Ende ca. 12.30 Uhr

Preis:

inkl. 2x Vollpension DZ 265,00 € / EZ 298,00 € ohne Zimmer 199,00 €

Referentin

MMag. Ursula Düriegl
Universitätslektorin für Kunstgeschichte, Autorin, Museumspädagogin und wissenschaftliche Reiseleiterin, Wien