Weitere Veröffentlichungen

Von kurzer Dauer?

 

Fallbeispiele zu temporären Kunstzentren der Vormoderne 

Birgit Münch / Andreas Tacke / Markwart Herzog / Sylvia Heudecker (Hrsg.)

Michael Imhof Verlag GmbH & Co. KG, Petersberg 2016, 184 Seiten, 107 Abbildungen.
ISBN  978-3-7319-0351-2
Preis: 39,95 € (in jeder Buchhandlung erhältlich) 

Im Mittelalter und der Frühen Neuzeit waren es vor allem wechselnde Ereignisse, die Auftraggeber, Käufer und Künstler zeitweise an einem Ort zusammenführten. So bestimmte beispielsweise der Aufenthaltsort des Herrschers – hier weiter gefasst für jede Form der Amtsausübung – das Reiseziel, auch jenes des Künstlers.

Die vielfältigen intellektuellen, kulturellen aber auch stilistischen oder technischen Transferprozesse dieser temporären Kunstzentren werden ebenso angesprochen wie die Frage nach der Definition des ›Kongresskünstlers‹, der von einer Großveranstaltung zur anderen reiste, um seine Artefakte oder sein Können anzubieten. Die Beiträge belegen, dass das Fest, das Konzil, der Reichstag oder die Prozession zentrale Räume und Katalysatoren künstlerischen Austauschs waren.

 

Die Klage des Künstlers

Krise und Umbruch von der Reformation bis um 1800

Birgit Münch / Andreas Tacke / Markwart Herzog / Sylvia Heudecker (Hrsg.)

Michael Imhof Verlag GmbH & Co. KG, Petersberg 2015200 Seiten, 117 Abbildungen.
ISBN  978-3-7319-0204-1
Preis: 39,95 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)

Die Klage des Künstlers. Die sprichwörtliche ›brotlose Kunst‹ hat zu allen Zeiten zur Klage von Künstlerinnen und Künstlern geführt, war es doch früher ebenso wie heute für viele nicht leicht, sich auf dem Kunstmarkt zu behaupten. Noch in weitaus stärkerem Maße war die Lebens- und Arbeitswelt des vormodernen Künstlers von tiefgreifenden Krisen und Umwälzungen geprägt. Hier ist insbesondere an die Reformation, den Dreißigjährigen Krieg, die Teilung der Niederlande oder an Epidemien zu denken. Der vorliegende Band stellt die Frage, wie sich der Künstler in Zeiten der Krise verhielt und welche Strategien er verfolgte, um sich auf die neue Situation einzustellen. Welche Rolle spielte Migration oder wie gestalteten sich Konfessions- und Ortswechsel? Der internationale Autorenkreis behandelt erstmals unter unterschiedlichen Prämissen die interessante Frage, wie die Künstlerklage artikuliert und formuliert worden ist und in welchem Rahmen sie zirkulierte. Neben schriftlichen Quellen der Künstlerklage, etwa Beschwerden beim Rat der Stadt, finden sich auch zahlreiche, jedoch bislang nicht in einen Forschungszusammenhang gebrachte visualisierte Formen der Künstlerklage, etwa in Form von Gemälden, Flugblättern oder Karikaturen.

Fälschung - Plagiat - Kopie

Künstlerische Praktiken in der Vormoderne

Birgit Münch / Andreas Tacke / Markwart Herzog / Sylvia Heudecker (Hrsg.)

Michael Imhof Verlag GmbH & Co. KG, Petersberg 2014
184 Seiten, zahlreiche Abbildungen.
ISBN 978-3-7319-0080-1
Preis: 39,95 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)

Das Fälschen von Kunstwerken des 19. und 20. Jahrhunderts ist ein Thema, mit dem sich die kunstwissenschaftliche Forschung, aber auch das Feuilleton, die Kriminalistik, die Gerichte und nicht zuletzt die Sammler selbst seit Jahren intensiv auseinandersetzen. Von Kunstfälschern, die teilweise in groß angelegten Netzwerken agieren und in vielbeachteten Gerichtsverfahren verurteilt werden, geht eine ungewöhnliche Faszination aus. Im Gegensatz hierzu ist die Kunstfälschung der Vormoderne weitgehend unerschlossen. Der erste Band des Kunsthistorischen Forums Irsee widmet sich dem Thema von der Antike bis um 1800. Schon den Begriffen Fälschung und Kopie mangelt es bis zum Beginn der Moderne an definitorischer Schärfe. Kunstwerke wurden in der Vormoderne aus den unterschiedlichsten Gründen gefälscht und kopiert: keineswegs musste zwangsläufig die Schädigung von Dritten bezweckt gewesen sein. Anhand von unterschiedlichen Fälschungen aus dem Bereich der Druckgraphik, der Malerei und des Kunsthandwerks werden auch das Fälschen von Monogrammen sowie die Kopierpraxis in fürstlichen Sammlungen oder auch die strafrechtlichen Aspekte des Fälschertums in der frühen Neuzeit thematisiert und hiermit die unterschiedlichen, teilweise auch hybriden Spielarten des Plagiats, der Kopie und der Fälschung als bewusste Vortäuschung eines Originals aufgefächert.

Was Menschen bewegt

Gedanken zu Leben und Tod in Religion, Philosophie und Kunst

Ludwig Brandl / Rainer Jehl / Beatrix Schönewald (Hrsg.)

Schnell & Steiner, Regensburg 2011
176 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen.
ISBN 978-3-7954-1999-8
Preis: 19,90 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)

Themen wie Leben und Tod, Begeisterung, Geist und Verstand, die sich im weiteren Sinn mit dem Oster- und Pfingstgeschehen verbinden, stehen im Mittelpunkt dieses Bandes: Beiträge von Künstlern, Theologen, Philosophen, Historikern, Medizinern sowie Kunsthistorikern eröffnen eine Betrachtung dieser Phänomene aus vielfältiger Perspektive. 

Fünf namhafte Künstler - Annette Lucks (München), Ernst Heckelmann (Unterdießen-Dornstetten), Franz Hitzler (München), Norbert Eberle (München), Peter Casagrande (Maitenbeth) und die Schriftstellerin Katharina Ponnier - setzen sich mit den existenziellen Phänomenen Leben und Tod, Geist, Verstand und Begeisterung auseinander. In direktem Diskurs mit den Künstlern und ihren Werken stehen die Beiträge von Theologen und Philosophen - Wolfgang Beinert, Rainer Jehl, Ludwig Brandl, Johann Nepomuk Hofmann und Thomas Hölscher -, des Arztes Hermann Hepp, der Historikerin Beatrix Schönewald sowie der Kunsthistoriker Siegfried Hofmann und Bettina Mayer. 

Der Band führt Beiträge zusammen, die für das von der Schwabenakademie Irsee in der Karwoche 2007 veranstaltete Symposion "Game over - Sterben und Tod" und für die Pfingstausstellung "Feuer und Sturm" im Stadtmuseum Ingolstadt sowie in der Pfarrei St. Augustin verfasst wurden. 

Luft unter den Flügeln

Der Irseer Pegasus. Ein Lesebuch.

Rainer Jehl (Hrsg.) in Zusammenarbeit mit: Eva Leipprand / Fritz Reutemann / Rainer Wochele

Tübingen: Klöpfer & Meyer 2007.
352 Seiten
ISBN 978-3-940086-18-1
19,90 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)

Das Irseer Autorentreffen, eine Art bayerisch-schwäbisches "Klagenfurt", das immer um Dreikönig im ehemaligen Benediktinerkloster Irsee bei Kaufbeuren stattfindet, besteht aus einem kritischen Workshop, aus einem Expertengespräch mit arrivierten Vertretern des literarischen Lebens - und schließlich wählen die Autoren der literarischen Werkstatt zum guten Ende aus Ihrer Mitte auch drei Preisträger.

Das Ziel des "Irseer Pegasus": Autoren, die bereits erste Schritte mit einer Buchveröffentlichung gemacht haben, zusammenzuführen und Ihnen behilflich zu sein, als Schriftsteller voranzukommen. Die vorliegende Anthologie spiegelt die Ergebnisse von zehn Jahren "Irseer Pegasus" wieder. Ausgewählt wurden Texte von Preisträgern sowie von wenigen zusätzlichen Autoren, die den Herausgebern exemplarisch erschienen.

Die Psychiatrie in der Zeit des Nationalsozialismus

Michael von Cranach 

Irsee 1990

Überblick über das dunkelste Kapitel in der Geschichte der alten Heil- und Pflegeanstalt Kaufbeuren/Irsee: die Euthanasie während des Nationalsozialismus, in deren Verlauf über zweitausend Patienten durch Deportation in Vernichtungslager und medizinische Experimente ums Leben kamen.

Der Essay als Lebenskunst bei Michel de Montaigne

Wilhelm Schmid 

Irsee 1993

Philosophische Erwägungen über die Möglichkeit, in einer Welt zu bestehen, die unablässig und rasant im Wandel begriffen ist: über den Essay im Sinne Montaignes als existenzielle Haltung, die sich in der Lebenskunst immer neu versucht - eingedenk der Tatsache, dass der Versuch nicht das Ergebnis garantiert.

Vom Sperrkreis zum Kreisauer Kreis zu Claus Graf Schenk von Stauffenberg.

Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Schwaben

Roman Bleistein 

Irsee [1995]

Historischer Beitrag über das mutige Engagement der Männer des relativ unbekannten Sperrkreises in Schwaben. Anlässlich des 50. Jahresgedenkens an diese kleine, für die nachfolgenden Generationen jedoch ungemein wichtige Widerstandsfront gegen das NS-Regime.

Kein Mensch ist vollkommen

Ein Exkurs über Bildung

Heinz Friedrich 

Irsee 1996

Festvortrag des ehemaligen Präsidenten der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, anlässlich der Feier des 15jährigen Bestehens des Schwäbischen Tagungs- und Bildungszentrums Kloster Irsee.