Publikationen

Die Schwabenakademie Irsee arbeitet an der Schnittstelle zwischen Forschung und allgemeiner Öffentlichkeit. In den Publikationsreihen der Akademie werden neueste Erkenntnisse der Wissenschaft vorgestellt.

Kopfgrafik Schwabenakademie Irsee

Irseer Dialoge

Kultur und Wissenschaft interdisziplinär
Die Schwabenakademie Irsee bietet mit ihrer Reihe „Irseer Dialoge” ein breites Spektrum markanter Themen heutiger Kulturwissenschaft in interdisziplinärer Ausrichtung und anthropologischer Tragweite. Fächerübergreifend angelegt, soll der Blick für die Komplexität, Bedeutungsvielfalt und enge Verflechtung der Kultur- und Wissenschaftsbereiche in der Moderne geschärft werden. Zugleich wollen die „Irseer Dialoge” ein Selbst- und Weltverständnis des Menschen fördern, das auch die geistesgeschichtlichen Kontexte berücksichtigt, in denen kulturelle Traditionen und deren Wandel begründet sind.

Herausgegeben von Markwart Herzog / Rainer Jehl (Bände 1-13) Herausgegeben von Markwart Herzog / Sylvia Heudecker (ab Band 14)

SPORTLER JÜDISCHER HERKUNFT IN SÜDDEUTSCHLAND

Bd. 22 Markwart Herzog, Peter Fassl (Hrsg.)

Irseer Dialoge, Band 22
W. Kohlhammer Verlag
Stuttgart 2021, 326 S., 55 Abb.

29,00 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
978-3-17-038583-2

In deutschen Sportvereinen waren bereits in der Kaiserzeit zahlreiche jüdische Sportbegeisterte als aktive Athleten, Funktionäre, als Pioniere im Journalismus, als Ärzte und Mäzene zu finden. Ihre Verdienste für die Entwicklung des Sports im Kaiserreich und der Weimarer Republik, ihre Verfolgung unter dem NS-Regime und ihr Engagement im Nachkriegsdeutschland rücken immer stärker ins Interesse der Forschung. Der vorliegende Band knüpft an den derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand an und präsentiert neue Forschungsergebnisse. Den Schwerpunkt bilden Fußballvereine in Schwaben, Franken und Hessen sowie die „Stuttgarter Erklärung“ vom 9. April 1933, in der sich 14 süddeutsche Spitzenfußballvereine unaufgefordert verpflichtet hatten, „in der Frage der Entfernung der Juden aus den Sportvereinen“ dem Regime entgegenzuarbeiten. Ob und in welchem Umfang sie das taten, wird in diesem Band erstmals umfassend dargestellt.

TOD – GEDÄCHTNIS – LANDSCHAFT

Bd. 21: Norbert Firscher, Markwart Herzog (Hrsg.)

Irseer Dialoge, Band 21
W. Kohlhammer Verlag
Stuttgart 2018, 215 S., 104 Abb.

25,00 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
978-3-17-030959-3

Die Kulturgeschichte des Todes ist der naturgegebenen und kulturell geprägten Landschaft gleichsam eingeschrieben. Die unterschiedlichsten Formen von Begräbnisorten und -landschaften, unter anderem spätantike und frühchristliche Sarkophage sowie die im Mittelalter entstandenen Klosterfriedhöfe, werden in diesem Band ebenso beschrieben wie die neuzeitlichen Landschaftsgärten und später aufkommenden Parkfriedhöfe oder neue Formen des Totengedenkens wie z. B. Bestattungswälder.

Thematisiert werden darüber hinaus Orte, an denen Menschen in der Landschaft gewaltsam zu Tode gekommen sind, sowie Gedächtnisorte, die auf immer mit Sterben und Tod verbunden sind.

Landschaft als vom Menschen gestaltete Natur und die Vorstellung von Park und Garten als einer paradiesischen Zone bilden dabei durchgängige Bezugspunkte der einzelnen Beiträge.

DIE "GLEICHSCHALTUNG" DES FUSSBALLSPORTS IM NATIONALSOZIALISTISCHEN DEUTSCHLAND

Bd. 20: Markwart Herzog

Irseer Dialoge, Band 20
W. Kohlhammer Verlag
Stuttgart 2016, 472 S., ca. 80 Abb.


30,00 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
978-3-17-030957-9

Unter der NS-Diktatur waren den Sportvereinen dezidiert politische Aufgaben zugedacht, gleichwohl stand das freiheitliche bürgerliche Vereinswesen im Gegensatz zu den Herrschaftsstrukturen des Regimes. Die NS-Politik verfolgte eine ebenso umfassende wie radikale Gleichschaltung des Sports, ist damit jedoch gescheitert. Sie musste die vollständige Umsetzung dieses Plans aus taktischen Gründen auf die Zeit nach dem „Endsieg“ vertagen. Viele Details der Gleichschaltungsprozesse im Fußballsport unter der NS-Diktatur sind weitgehend unbekannt. Der Band schließt anhand neuer Archivrecherchen einige dieser Lücken, zudem zeigt er Kontinuitäten zwischen den beiden deutschen Diktaturen auf. Der Fokus wird nicht nur auf den Anspruch des Regimes gelegt, den Sport der Partei zu unterwerfen, sondern auch darauf, inwieweit diese Agenda verwirklicht wurde.

EUROPÄISCHER FUSSBALL IM ZWEITEN WELTKRIEG

Bd. 19: Markwart Herzog, Fabian Brändle (Hrsg.)

Irseer Dialoge, Band 19
W. Kohlhammer Verlag
Stuttgart 2015, 423 S., 65 Abb., 2 Grafiken

29,99 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
978-3-17-025580-7

Als am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg begann, änderten sich auch für den Sport die Rahmenbedingungen, teilweise dramatisch. Die offizielle Propaganda verstand Fußball nicht länger als zweckfreies Spiel, sondern als Instrument politischer und militärischer Absichten. Wegen der Unberechenbarkeit eines Spielverlaufs war Fußball dafür aber nur bedingt geeignet. Zugleich schuf dieser Sport politisch neutrale Freiräume für spannende Unterhaltung und eskapistische Zerstreuung. Schwerpunkte des Buches bilden die Situation in den von deutschen Truppen besetzten europäischen Staaten, im Großdeutschen Reich, in den verbündeten und neutralen Staaten und im britischen Einflussbereich, sowie die Rezeption des Themas in den Künsten.

FRAUENFUSSBALL IN DEUTSCHLAND

Anfänge - Verbote - Widerstände - Durchbruch

Bd. 18: Markwart Herzog (Hrsg.)

Irseer Dialoge, Band 18
W. Kohlhammer Verlag
Stuttgart 2013, 360 S., 51 Abb.

25,90 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
978-3-17-023013-2

Bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Fußballspiel als exklusiv männliches Reservat verteidigt. Fußball galt als Kampf- und Mannschaftssport, als Schule der Männlichkeit und als Instanz der Vermittlung militärischer Tugenden. Dagegen wurde der Frauenfußball erst seit den 1970er Jahren von den Verbänden als Sport anerkannt. Die Beiträge dieses Bandes beschreiben den Aufstieg des Frauenfußballs in Deutschland von einem Objekt der Verachtung zu einem Sport- und Medienereignis ersten Ranges. Schwerpunkte sind die Gründung der „Damen“-Fußballabteilungen in deutschen und österreichischen Vereinen, der Schul- und Hochschulsport sowie Marketingstrategien und ästhetische Aspekte in Werbung, Künsten und Medien. Insbesondere über die ersten Anfänge des organisierten Frauenfußballs in den frühen 1920er Jahren und über dessen nachhaltigen Aufbruch seit den späten 1960er Jahren liefert der Band überraschende neue Forschungsergebnisse.

MEMORIALKULTUR IM FUSSBALLSPORT

Medien, Rituale und Praktiken des Erinnerns, Gedenkens und Vergessens

Bd. 17: Markwart Herzog (Hrsg.)

Irseer Dialoge, Band 17
W. Kohlhammer Verlag
Stuttgart 2013, 447 S., zahlreiche SW-Abb.

29,90 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
ISBN 978-3-17022-554-1

Der Fußball bringt kulturelle Muster und soziale Identitäten hervor, die weit ins Feld der Erinnerungskultur reichen. So hat sich im britischen Vereinsfußball eine differenzierte Memorial- und Bestattungskultur herausgebildet, die sogar Beisetzungen im Stadion vorsieht. Führende europäische Sporthistoriker stellen in diesem Band das bunte Spektrum der Memorial- und Funeralkultur im Vereinsfußball dar. Ausführlich analysieren sie die Medien, Künste und Rituale des Erinnerns, vereinsoffizielle und fankulturelle Praktiken sowie die Strategien der Fußballclubs und -verbände zur Herstellung einer „corporate identity“. Am Beispiel des deutschen Fußballs kommt darüber hinaus die „damnatio memoriae“ zur Sprache: das politisch motivierte, absichtsvolle Verschweigen und Vergessen von Sportlern im Nationalsozialismus und unter dem SED-Regime.

"BLITZKRIEG" IM FUSSBALLSTADION

Der Spielsystemstreit zwischen dem NS-Sportfunktionär Karl Oberhuber und Reichstrainer Sepp Herberger

Bd. 16: Markwart Herzog

Irseer Dialoge, Band 16
W. Kohlhammer Verlag
Stuttgart 2012, 154 S., 47 Abb.

16,90 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
ISBN 978-3-17-022217-5

Deutsche Truppen hatten bereits halb Europa im Sturm genommen, als ein NS-Sportfunktionär sich anschickte, seine Vision eines wahrhaft deutschen Angriffsfußballs durchzusetzen. Es war Karl Oberhuber, der Stellvertreter des Reichssportführers in Bayern, der mit superoffensivem „Blitzkrieg“-Fußball Geschichte schreiben wollte. Dabei stand ihm Sepp Herberger, der damalige Reichs- und spätere Bundestrainer, im Weg. Anfangs konnte Oberhuber Erfolge verbuchen. Doch schließlich gelang es Herberger mit dem ihm eigenen diplomatischen Geschick, sein „Defensivsystem“ beizubehalten und den Rivalen ins Abseits laufen zu lassen. Mit diesem Band wird ein bisher gänzlich unbekanntes und überaus spannendes Kapitel der deutschen Fußball-, Politik- und Zeitgeschichte aufgeschlagen.

PARIS, PARIS!

Paula Modersohn-Becker und die Künstlerinnen um 1900

Bd. 15:  Renate Berger, Anja Herrmann (Hrsg.)

Irseer Dialoge, Band 15
W. Kohlhammer Verlag
Stuttgart 2009, 190 S., 69 s/w Abb., 15 farb. Bilder

22,00 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
ISBN 978-3-17-020714-1

Während sich mehrere Ausstellungen anlässlich des 100. Todestages von Paula Modersohn-Becker (1876–1907) auf den Vergleich mit französischer Kunst, auf das Künstlerpaar und die Bedeutung der Mumienporträts im Spätwerk der Malerin konzentrierten, setzt dieser Band einen neuen Schwerpunkt. Im ersten Teil geht es einerseits um junge Künstlerinnen aus aller Welt, die wie Paula Modersohn-Becker um 1900 nach Paris gingen, um – inspiriert von Marie Bashkirtseff oder Friedrich Nietzsche – Freiheit und neue Impulse für ihre Arbeit zu gewinnen, andererseits um die Figur der Künstlerin in der zeitgenössischen Literatur. Im Mittelpunkt des zweiten Teils stehen das Pariser Umfeld von Modersohn-Becker, die Bedeutung der dort entstandenen Selbstakte und die Rolle von Otto Modersohn als Witwer und Nachlassbetreuer. Im dritten Teil werden erstmals Collagen der Berliner Künstlerin Ruth Tesmar präsentiert. Sie erkunden die Beziehung zwischen Kunst und Literatur sowie den geistigen Raum, in dem Modersohn-Becker ihre Themen entwickelte.

DER BAHNHOF: BASILIKA DER MOBILITÄT – ERLEBNISWELT DER MODERNE

Bd. 14:  Markwart Herzog, Mario Leis (Hrsg.)

Irseer Dialoge, Band 14
W. Kohlhammer Verlag
Stuttgart 2010, 230 S., 54 Abb.

22,00 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
ISBN 978-3-17-020566-6

Der Bahnhof avanciert im 19. Jahrhundert zum bedeutenden architektonischen Bautypus, zum Symbol und Verdichtungsraum von Mobilität, Modernität und Urbanität. Architekten, Filmregisseure, Maler, Komponisten und Dichter verherrlichen den Bahnhof als „Kathedrale der Moderne“ oder verdammen ihn als „Monstrum an Hässlichkeit und Leere“. Vielfältig schillernd gestaltet sich auch das alltägliche Leben in und um den Bahnhof. Er ist Schauplatz von Abschied und Wiedersehen, von großen und kleinen Schicksalen. Als räumlich in sich geschlossener Kosmos bietet der Bahnhof eine eigene Lebenswelt, in die man anonym ein- und abtauchen kann, die aber auch „Nischen von Heimat“ zu schaffen vermag – nicht nur für Randgruppen und Obdachlose.

FUSSBALL ZUR ZEIT DES NATIONALSOZIALISMUS

Alltag - Medien - Künste - Stars

Bd. 13:  Markwart Herzog (Hrsg.)

Irseer Dialoge, Band 13
W. Kohlhammer Verlag
Stuttgart 2008, 336 S., 42 Abb.

19,80 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
ISBN 978-3-17-020103-3

Als Massenphänomen gewann der Fußballsport seit den 1920er Jahren enorm an wirtschaftlicher Bedeutung und gesellschaftlicher Akzeptanz. Dies fand seinen Niederschlag im Alltagsleben, in Presse und Rundfunk, in Literatur, Film und bildender Kunst. Veränderten sich unter dem NS-Regime das Gesicht des Fußballsports und die Sichtweisen auf ihn in den Medien und Künsten? Gab es eine zeitspezifische Fußballsportfotografie oder -karikatur mit unverkennbar nationalsozialistischer Ästhetik? Wie wurde die Symbolik des Fußballspiels eingebunden, interpretiert und umgedeutet im Alltag der 1930er und 1940er Jahre? Diese und andere Aspekte der Kultur- und Mediengeschichte des Fußballs im „Dritten Reich“, darunter etwa der Soldatenfußball während der Kriegsjahre, werden in diesem Band ausführlich behandelt.

HÖLLEN-FAHRTEN

Geschichte und Aktualität eines Mythos

Bd. 12:  Markwart Herzog (Hrsg.)

Irseer Dialoge, Band 12
W. Kohlhammer Verlag
Stuttgart 2006 304 Seiten, 22 Abb.

20,00 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
ISBN 978-3-17-019334-5

Fahrten in ein über- oder unterirdisches Jenseits gehören zum Standardrepertoire der Religionsgeschichte: Begnadete Heroen oder Götter fahren in die Unterwelt, um ihr Geheimnisse zu entlocken, Schätze zu heben, böse Mächte zu bezwingen, Tote zu erlösen oder spannende Abenteuer zu bestehen. Diese oft in bunten Farben ausgemalten, dramatisch und aggressiv inszenierten Spektakel faszinieren die Kulturen der Neuzeit und Moderne nach wie vor, obwohl sie ein Weltbild voraussetzen, das längst als überholt gilt. Im interdisziplinären Zugriff stellen die Beiträge dieses Bandes religionshistorische und theologische Hintergründe dar und analysieren die Ergebnisse der Aneignungs- und Verfremdungsprozesse, denen „Höllen-Fahrten“ in den zeitgenössischen Künsten und Medien unterliegen.

SKILAUF - VOLKSSPORT - MEDIENZIRKUS

Skisport als Kulturphänomenen

Bd. 11:  Markwart Herzog (Hrsg.)

Irseer Dialoge Band 11
W. Kohlhammer Verlag
2005, 272 Seiten mit 57 Abbildungen, Kart.

20,00 €
ISBN 3-17-018993-X

Als Volkssport ist der Skilauf für den Fremdenverkehr unverzichtbar. Bei Wettbewerben zieht er die Massen in seinen Bann und das Fernsehen bringt Stars und Rekorde ins Wohnzimmer. Was ist eigentlich das Faszinierende an den Disziplinen des Skisports? Welche gesellschaftlichen Kräfte haben ihn populär gemacht? Die kultur- und medienwissenschaftlichen, kunst- und sporthistorischen Beiträge dieses Bandes zeigen Mechanismen des Starkults und dessen geschlechterspezifische Differenzierung. Sie analysieren die Schönheit des Skisports und dessen Transformation in die Ästhetik verschiedener Kunstformen: Dichtung, Literatur und Theater, Malerei und Werbegrafik, Film und Fotografie, Kinderbuch und Comic.

NEKROPOLIS

Der Friedhof als Ort der Toten und der Lebenden

Bd. 10:  Norbert Fischer Markwart Herzog (Hrsg.)

Irseer Dialoge Band 10
W. Kohlhammer Verlag
2005, 280 Seiten mit 70 Abbildungen, Kart.


20,00 € (vergriffen)
ISBN 3-17-018131-9

Die Bestattungskultur unterliegt einem signifikanten Wandel: Immer häufiger entstehen aus den bisher vertrauten Grabmal-Landschaften die weiten zeichenlosen Rasenflächen der anonymen Urnenhaine. Naturbestattungen, Internet-„Friedhöfe“ oder Nekropolen speziell für Fußballfans ergänzen die traditionellen Felder der Funeralkultur. Dieser Wandel wird einerseits kulturkritisch als Verlust altehrwürdiger Tradition beklagt, andererseits regt er zu neuen Visionen über Formen zukünftiger Bestattungs- und Trauerkultur an. Die Friedhofsgeschichte wird in den kulturhistorischen und kulturvergleichenden Beiträgen dieses Bandes mit ihren Wegmarken und Wendepunkten, Ein- und Ausgrenzungen behandelt. Neue Formen der Bestattungs- und Trauerkultur bieten die Chance, den Friedhof der Zukunft als einen multifunktionalen Ort sozialen Handelns und generationsübergreifender Kommunikation zu projektieren.

TOTENFÜRSORGE

Berufsgruppen zwischen Tabu und Faszination

Bd. 9:  Markwart Herzog Norbert Fischer (Hrsg.)

Irseer Dialoge, Band 9
W. Kohlhammer Verlag
2003, 232 Seiten mit 33 Abbildungen, Kart.


20,00 €
ISBN 3-17-018131-9

Tabu und Faszination sind Einstellungen, mit denen die Menschen vieler Kulturen auf Sterben und Tod reagieren. Mit Schauder und Neugierde begegnen sie auch jenen Berufsgruppen, die sich um Leichname kümmern. Bis heute beklagen Bestattungsunternehmer über gesellschaftliche Marginalisierung, obwohl sie unentbehrlichen Arbeiten nachgehen. Gleichzeitig finden Themen, die mit Bestattern, Pathologen, Anatomen und Gerichtsmedizinern besetzt und inszeniert werden können, ungewöhnliches Interesse in Massenmedien, Kunst und Literatur. Diese und andere markante Berufsgruppen der Totenfürsorge, ihre Tätigkeitsbereiche und soziale Stellung stehen im Zentrum des vorliegenden Bandes. Die sozialhistorischen Untersuchungen werden flankiert von kunsthistorischen Analysen zur Rezeption dieser Berufe in Dichtung und Literatur der Barockzeit und in der zeitgenössischen Kunst mit ihren teils spektakulären Installationen, Performances und Ausstellungen mit Leichenpräparaten.

"EIN HERZ UND EINE SEELE"?

Familie heute

Bd. 8:  Wolfgang E.J. Weber Markwart Herzog (Hrsg.)

Irseer Dialoge, Band 8
W. Kohlhammer Verlag
2003, 248 Seiten mit 19 Abbildungen, 2 Tabellen, Kart.

21,00 €
ISBN 3-17-018126-2

Über Familie wird so leidenschaftlich gestritten wie über kaum ein anderes Thema. Ihre widersprüchlichen Erscheinungsformen, Bedeutungszuschreibungen und Wertschätzungen verlangen nach einer interdisziplinären Bestandsaufnahme. Der vorliegende Band informiert einerseits über die genetischen und psychoanalytischen Grundlagen der Familie und über ihre historischen und soziokulturellen Traditionen. Den tiefen Wandel, dem diese Institution unterliegt, dokumentieren die bei Familiengerichten ausgetragenen Konflikte und die „Ein-Eltern-Familie“ als eine der wichtigsten neuen Familienformen. Andererseits skizzieren die Beiträge, wie das Thema in Romanen und Fernsehsendungen verarbeitet wird. Die nach wie vor hohe Bedeutung familiärer Beziehungen zeigt sich bei Berufseinstieg und Karriere, aber nicht zuletzt auch im metaphorischen Gebrauch des Familienbegriffs – beispielsweise in Fußballvereinen, die sich so ihres Zusammenhalts und der Loyalität ihrer Anhänger versichern.

FUSSBALL ALS KULTURPHÄNOMEN

Kunst - Kult - Kommerz

Bd. 7:  Markwart Herzog (Hrsg.)

Irseer Dialoge, Band 7
W. Kohlhammer Verlag
2002, 320 Seiten mit 52 Abbildungen, 5 Tabellen, Kart.

18,00 € (vergriffen)
ISBN 3-17-017372-3
hier zum Download

Fußball hat im 20. Jahrhundert eine beispiellose Karriere durchlaufen: Lange und hartnäckig als geistloser Proletensport geschmäht, konnte er sich als beliebte Freizeitbetätigung und unverzichtbarer Bestandteil der Populärkultur etablieren und dabei alle gesellschaftlichen Schichten in seinen Bann ziehen. Weltweit steht er in vitaler Kommunikation mit der globalisierten Unterhaltungs- und Medienindustrie. Zum ersten Mal werden im deutschsprachigen Raum die Beziehungen zwischen Fußball und der Kultur der Moderne auf breiter interdisziplinärer Basis analysiert. Die Autoren zeichnen die Spuren nach, die dieser Sport in Künsten, Medien und Ökonomie hinterlässt. Auch die häufig gestellte Frage nach dem Zusammenhang zwischen Sport und Religion wird ausführlich diskutiert. Stiftet doch die Identifikation mit dem Fußballverein für viele Fans einen Sinn im Leben, der signifikante Parallelen mit religiöser Daseinsorientierung aufweist.

TOTENGEDENKEN UND TRAUERKULTUR

Geschichte und Zukunft des Umgangs mit Verstorbenen

Bd. 6: Markwart Herzog (Hrsg.)

Irseer Dialoge, Band 6
W. Kohlhammer Verlag
2001, 192 Seiten mit 42 Abb. Kart.

19,40 € (vergriffen)
ISBN 3-17-016972-6

Bis weit in die Neuzeit waren Sterben und Tod öffentliche und religiöse Angelegenheiten. Traditionelle Zeremonien und Riten, mit denen man den Abschied von den Verstorbenen und die Erinnerung an sie beging, verblassen jedoch zunehmend. Weitgehend aufs Private reduziert, hat sich bei der Trauer um Verstorbene eine vielbeklagte Ratlosigkeit ausgebreitet; auf der anderen Seite sind Aufbrüche zu neuen, individuellen Möglichkeiten zu beobachten, die etwa das Internet anbietet. Die Autoren dieses Bandes geben einen instruktiven Einblick in die psychologischen Grundlagen persönlicher Trauerarbeit und analysieren die sozialgeschichtlichen Hintergründe der heutigen Situation. In überraschenden Kontexten stellt sich die spannende Frage, inwieweit das Gedenken an Verstorbene deren Bestattung in individuell markierten Grabstätten erfordert. Auch das radikale Gegenteil der Trauerkultur wird berücksichtigt: die Vernichtung von Totengedenken, wie sie in der Rechts- und Politikgeschichte als „damnatio memoriae“ reichlich dokumentiert ist.

DER STREIT UM DIE ZEIT

Zeitmessung - Kalenderreform - Gegenzeit - Endzeit

Bd. 5:   Markwart Herzog (Hrsg.)

Irseer Dialoge, Band 5
W. Kohlhammer Verlag
Stuttgart 2002, 214 S., 5 Abb.


ISBN 3-17-016971-8 (vergriffen)
Hier zum Download

Seit der letzten Millenniumwende ist deutlich geworden: Unsere Zeitrechnung ist weder selbstverständlich noch naturgegeben, sondern das Ergebnis einer komplizierten und ungemein spannenden Geschichte. Kalenderreformen haben immer auch in religiöse Festtagsordnungen eingegriffen, sind deshalb von konfessionellen und politischen Konflikten durchzogen. Namhafte Autoren untersuchen den teilweise dramatischen Weg, der zum heute allgemein anerkannten „bürgerlichen Kalender“ geführt hat. Im Mittelpunkt stehen die wegweisenden Reformen von Kaiser Julius Caesar und Papst Gregor XIII. Neben den antichristlichen „Gegenkalendern“ der französischen und der russischen Revolution werden die anthropologischen Grundlagen des Zeitverständnisses ebenso dargestellt wie die Visionen und Ängste, die sich an der Vorstellung von einem „Ende der Zeit“ entzünden.

 

"MEIN REICH IST VON DIESER WELT"

Das Menschenbild Albert Camus

Bd. 4:  Heinz Robert Schlette und Markwart Herzog (Hrsg.)

Irseer Dialoge, Band 4
W. Kohlhammer Verlag
2000, 192 Seiten. Kart.

19,30 €
ISBN 3-17-016694-8

Fälschlicherweise dem sogenannten Existentialismus zugeordnet, verdankt sich Albert Camus’ (1913–1960) Auffassung vom Menschen sehr verschiedenen Quellen. In ihr verbinden sich Erfahrungen der algerisch-mediterranen Natur und Kultur mit Elementen vorsokratischen Denkens, erkenntnistheoretischen und ethischen Ansätzen der Neuzeit sowie ästhetisch-künstlerischer Sensibilität zu einer Deutung von Mensch und Welt, von der eine außerordentliche Faszination ausgeht. Albert Camus wird in Philosophie und Literaturwissenschaft stark beachtet. Zahlreiche Theateraufführungen, Neuübersetzungen und wissenschaftliche Untersuchungen haben auch ein breites öffentliches Interesse für das Werk des Nobelpreisträgers geweckt. Die Autoren des Bandes erörtern Camus’ ethische Grundüberzeugungen, die Rolle der Frau und Geschlechtersymboliken in seinem literarischen Werk, politische Perspektiven, insbesondere seine Beziehungen zum gewaltfreien Anarchismus, und den Themenkomplex Endlichkeit, Sterblichkeit und Tod.

STERBEN, TOD UND JENSEITSGLAUBE

Ende oder letzte Erfüllung des Lebens?

Bd. 3:  Markwart Herzog (Hrsg.)

Irseer Dialoge, Band 3
W. Kohlhammer Verlag
2001, 192 Seiten mit 2 Abb. Kart.


17,90 €
ISBN 3-17-016443-0

Von Tod und Sterben ist jeder betroffen. Der Tod ist universell. Aber seine Erfahrung, Bewertung und Bewältigung haben sich auf ganz unterschiedliche Weise Ausdruck verschafft. Ist der Tod sinnloser Abbruch oder etwa letzte Erfüllung des Lebens? Die aktuelle Diskussion über den Hirntod wirft im Besonderen die Frage auf: Wann ist der Mensch wirklich tot? Welche verlässlichen Erkenntnisse vermitteln die modernen Wissenschaften vom Menschen für ein Verständnis von Sterben und Tod? Die Autoren dieses Bandes geben anthropologisch und religionswissenschaftlich profunde Einsichten in den Wissens- und Erfahrungsschatz der Menschheit in ihrem Umgang mit Tod und Sterben.

DIE WIEDERKUNFT DER ENGEL

Beiträge zur Kunst und Kultur der Moderne

Bd. 2:  Markwart Herzog (Hrsg.)

Irseer Dialoge, Band 2
W. Kohlhammer Verlag
Stuttgart 2000, 156 S., 44 Abb.

17,90 €
ISBN 3-17-016442-2

Aufklärung und Entmythologisierung haben die Engel als infantile Spielerei, als magisch-mystische Verirrung des Geistes abgetan. Von der heutigen Theologie eher stiefmütterlich behandelt, haben die Engel jedoch gerade in der Kultur der Moderne teils spielerische Frische, teils tiefen religiösen Ernst zurückgewonnen. In zeitgenössischer Kunst, Philosophie und Literatur hinterlassen sie überraschende Spuren: beispielsweise als Wächter der Humanität, als Mahner gegen deren Gefährdung. Engel begegnen uns aber auch im Kinofilm, wo sie und andere Außerirdische für Unterhaltung und Zerstreuung sorgen, oder in der Werbung, wo sie Glück und Wohlbefinden verheißen, zum Kauf angepriesener Produkte und Dienstleistungen animieren.

MELANCHOLIE

Epochenstimmung – Krankheit – Lebenskunst

Bd. 1:  Rainer Jehl und Wolfgang E.J. Weber (Hrsg.)

Irseer Dialoge, Band 1
W. Kohlhammer Verlag
Stuttgart 2000, 152 S., 2 Abb.

17,90 €
ISBN 3-17-016388-4

Bedrängt von der ökologischen Krise, skeptisch gegen die Verheißung einer gerechten Wohlstandsgesellschaft, enttäuscht über die Dissonanzen technischen Fortschritts, zerrissen zwischen hochgesteckten Zielen und bescheidenen Möglichkeiten ihrer Realisierung, entdeckt die Moderne ein Thema, das schon der Antike vertraut war: Melancholie. Bringen die enormen Anforderungen unserer durchrationalisierten Welt nicht notwendigerweise die Stimmung der Schwermut hervor – bis hin zur lebensbedrohlichen Lähmung? „Melancholie“ bietet aber auch Trost angesichts scheiternder Lebensentwürfe, kann zur Überlebensstrategie gefährdeter Existenz werden. Die Beiträge dieses Bandes geben einen instruktiven Einblick in die geschichtliche Herkunft und die Vielgestaltigkeit eines stark beachteten Themas heutiger Kulturwissenschaft.

Irseer Schriften

Die „Irseer Schriften“ wissen sich der Erforschung aktueller wie historischer Entwicklungen der süddeutschen Kultur und ihren geistigen Grundlagen verpflichtet. In einem weit gespannten Rahmen kommen alle kulturhistorisch relevanten Bereiche zur Sprache: Religion und Konfession, Ökonomie und Ökologie, Künste und Politik. Besondere Aufmerksamkeit gilt der regionalen Identität des bayerisch-schwäbischen Kulturraums in seiner Verflechtung mit den angrenzenden süddeutschen Regionen und im Kontext überregionaler Bezüge und Entwicklungen.

Bände 1 bis 5 (1990 bis 2000), herausgegeben von Rainer Jehl und Markwart Herzog, Schwabenakademie Irsee, im Jan Thorbecke Verlag, Sigmaringen.

GESCHICHTE UND KULTUR DER JUDEN IN SCHWABEN

Zweiter Teil: Neuere Forschungen und Zeitzeugenberichte

Bd. 5:  Peter Fassl (Hrsg.)

Jan Thorbecke Verlag
Sigmaringen 2000, 444 S., 8 Abb.


30,00 €
ISBN 3-7995-4176-4

Seit 1988 bilden die jährlichen Tagungen der Heimatpflege des Bezirks Schwaben und der Schwabenakademie Irsee ein Forum der Forschungen zur jüdischen Geschichte in Schwaben. Es werden nicht nur neue Arbeiten aus Universität, Archiv, Historischen Vereinen und Museen vorgestellt, sondern auch Forschungsdefizite erörtert, neue Projekte geplant und die Erträge anderer Forschungsberichte nach jüdischen Themen (Sprachatlas, Augsburger Druckwesen etc.) befragt. Die vorliegenden Arbeiten belegen die Vielfalt der neuen Ergebnisse, aber auch das ganz unterschiedliche Interesse an jüdischen Themen. Neben dem biographischen Ansatz begegnen unter anderem neue Ortsgeschichten, Themen der Denkmalpflege, Volkskunde, Rechtsgeschichte und die Religionsgeschichte.

BILDER DES REICHES

Bd. 4: Rainer A. Müller (Hrsg.)

Jan Thorbecke Verlag
Sigmaringen 1997, 440 S., 158 Abb.

30,00 €
ISBN 3-7995-4174-8 (vergriffen, Restexemplare bei der Schwabenakademie)

Vielfältige Aspekte der Ideologie des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation lassen sich in bildlichen Darstellungen und metaphorischen Deutungen der Frühen Neuzeit greifen. Diese ungewöhnliche Form der Annäherung an die Vergangenheit berührt Fragen der Staats- und Regierungsform, der Reichsinstitution, der Grenzen, der Fremdsicht sowie der regionalen und lokalen Manifestation und Präsenz des Imperiums im schwäbischen Raum. Erstmals vollziehen namhafte Fach- und Kunsthistoriker die Annäherung an die „Bilder des Reiches“ in dieser Form.

WELF VI.

Wissenschaftliches Kolloquium zum 800. Todesjahr Welf VI. im Schwäbischen Bildungszentrum Irsee

Bd. 3:  Rainer Jehl (Hrsg.)

Jan Thorbecke Verlag
Sigmaringen 1995, 128 S., 10 Abb.

20,00 €
ISBN 3-7995-4173-X (vergriffen, Restexemplare bei der Schwabenakademie)

Im Jahr 1191 starb in Memmingen Herzog Welf VI. In dem von ihm selbst gegründeten Prämonstratenserkloster Steingaden fand er gemeinsam mit seinem vor ihm verstorbenen Sohn Welf VII. seine letzte Ruhestätte. Mit der Herrschaft dieses bedeutenden Welfen, der in der historischen Forschung zu Unrecht im Schatten seines Neffen Heinrich des Löwen steht, erlosch der süddeutsche Zweig der Welfen im Mannesstamm. Welf VI., der aufgrund seiner persönlichen Tragik uns auch heute noch als Person anspricht, ist nicht nur bedeutsam unter dem Aspekt seiner Beziehung zu Italien – schließlich verdankte er seinen Herzogtitel dem Herzogtum Spoleto –, sondern auch aufgrund seiner Stellung im Gebiet zwischen Bodensee und Lech. Neben dem territorialen Aspekt sind biografische und dynastische Gesichtspunkte Gegenstand dieses Sammelbandes. Schließlich wird Welf VI. ein bedeutendes künstlerisches Mäzenatentum nachgesagt, dessen Spuren in diesem Buch nachgegangen wird.

GESCHICHTE UND KULTUR DER JUDEN IN SCHWABEN

Bd. 2:  Peter Fassl (Hrsg.)

Jan Thorbecke Verlag
Sigmaringen 1994, 186 S., 6 Abb.
20,00 €
ISBN 3-7995-4172-1 (vergriffen, Restexemplare bei der Schwabenakademie)

Der Band dokumentiert die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Tagung, die der Bezirk Schwaben in Zusammenarbeit mit der Schwabenakademie Irsee 1989 in Irsee abgehalten hat. Die Verfasser untersuchen unter verschiedenen Aspekten die wechselvolle Geschichte der jüdischen Gemeinden in Schwaben. Ihre detaillierten und durchweg auf solider Quellenbasis beruhenden Beiträge erhellen die Lebensbedingungen einer religiösen Minderheit im Wandel der Jahrhunderte. Sie vermitteln darüber hinaus ein treffendes Bild der gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Zusammenhänge.

NATUR UND LANDSCHAFT IN SCHWABEN

Wissenschaftliches Symposion zur Umweltsituation im Regierungsbezirk Schwaben

Bd. 1:  Peter Fassl (Hrsg.)

Jan Thorbecke Verlag
Sigmaringen 1990, 184 S., 20 Abb., 1 Gewässergütekarte in Farbe

18,00 €
ISBN 3-7995-4171-3 (vergriffen, Restexemplare bei der Schwabenakademie)


Der Zustand von Natur und Landschaft hat in den letzten Jahren die Öffentlichkeit in zunehmendem Maße bewegt. Sterbende Wälder, verunreinigte Luft, verschmutzte Gewässer und das rapide Schwinden der Artenvielfalt zeigen an, dass das ökologische System in bedrohlicher Weise aus den Fugen geraten ist. Ein Symposium zur Umweltsituation im Regierungsbezirk Schwaben hat sich dieses Problemkreises angenommen. Fachleute aus Wissenschaft, Verwaltung und Justiz erstellen eine Bestandsaufnahme der eingetretenen Schäden. Darüber hinaus erörtern sie, wie das Gleichgewicht zwischen Ökologie und Ökonomie, Natur und Zivilisation wiederhergestellt werden kann. Das Buch präsentiert in sachlicher und allgemeinverständlicher Form die neuesten Ergebnisse der Forschung und diskutiert praktische Maßnahmen zur Erhaltung einer intakten Umwelt. Es ist damit ein unentbehrliches Kompendium für Behörden und alle am Naturschutz Interessierten.

Irseer Schriften (NF)

Studien zur Wirtschafts-, Kultur- und Mentalitätsgeschichte (Neue Folge)
Die „Irseer Schriften” wissen sich der Erforschung aktueller wie historischer Entwicklungen der süddeutschen Kultur und ihren geistigen Grundlagen verpflichtet. In einem weit gespannten Rahmen kommen alle kulturhistorisch relevanten Bereiche zur Sprache: Religion und Konfession, Ökonomie und Ökologie, Künste und Politik. Besondere Aufmerksamkeit gilt der regionalen Identität des bayerisch-schwäbischen Kulturraums in seiner Verflechtung mit den angrenzenden süddeutschen Regionen und im Kontext mit überregionalen Bezügen und Entwicklungen.

Herausgegeben von Markwart Herzog und Rainer Jehl (Bände 1 bis 4 NF)
Herausgegeben von Markwart Herzog und Sylvia Heudecker (ab Band 5 NF)
Schwabenakademie Irsee
im UVK Verlag München

AUSPLÜNDERUNG DER JUDEN IN SCHWABEN WÄHREND DES NATIONALSOZIALISMUS UND DER KAMPF UM ENTSCHÄDIGUNG

Bd. 14: Peter Fassl (Hrsg.)

Irseer Schriften, Band 14 NF
UVK Verlagsgesellschaft mbH
Konstanz und München 2020, 392 S., Farb- und S/W-Abb.

49,00 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
ISBN 978-3-7398-3103-9

Die Verfolgung der jüdischen Bürger unter dem NS-Regime ging einher mit dem Raub ihres Eigentums, der von alltäglichen Haushaltsgegenständen über Kunstwerke, Geld- und Anlagevermögen sowie Immobilien bis hin zu ihren Firmen reichte. Am Raub und der Bereicherung waren neben den Funktionären der NSDAP zahlreiche weitere Personengruppen und Institutionen beteiligt, darunter staatliche und kommunale Behörden, vor allem die Finanzverwaltung und Museen, Kunsthistoriker, Kunsthändler, Firmeninhaber und Angestellte sowie Arbeitskollegen und Nachbarn. Die Restitution des Eigentums der Verfolgten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war für die Berechtigten schmerzvoll, das Ergebnis selten befriedigend. Oft mussten sie die Verfolgung erneut durchleben. Häufig waren ihre Verhandlungspartner die Täter, die ihre eigene Rolle im Raubgeschehen verharmlosten, im Extremfall sogar Beweismaterial zurückhielten oder die Berechtigten schlichtweg anlogen. An Beispielen überwiegend aus Schwaben, darunter aus Augsburg und Memmingen, werden in diesem Band solche Raubszenarien und die Restitution vorgestellt. Akteure werden benannt, Abläufe rekonstruiert, darüber hinaus wird die Quellenlage für die Raub- und Restitutionsforschung in Bayerisch-Schwaben vorgestellt.

KATHOLISCHE AUFKLÄRUNG IM BENEDIKTINERREICHSSTIFT IRSEE

Bd 13: Markwart Herzog, Alois Schmidt (Hrsg.)

Irseer Schriften, Band 13 NF
UVK Verlagsgesellschaft mbH
Konstanz/München 2018, 424 S., zahlreiche Farb- und S/W-Abb.

49,00 € (in jeder Buchhandlung erhältlich
ISBN 978-3-86764-814-1

Mit 16 Einzelbeiträgen über die Geschichte des Benediktinerklosters Irsee im 18. Jahrhundert schließt dieser Band eine Lücke in der Erforschung der Katholischen Aufklärung im oberdeutschen Raum. Schwerpunkte sind die wichtigsten Forscherpersönlichkeiten, ihre Stellung in der Wissenschaftsgeschichte und ihre Beziehungen zur Bayerischen Akademie der Wissenschaften, ferner die in ihren Radien weit über Schwaben hinausreichenden Korrespondenzen, die naturwissenschaftlichen Sammlungen, die Bibliothek sowie die Pflege der Musik und der bildenden Künste. Der mit zahlreichen, meist farbigen Abbildungen illustrierte Band belegt eindrucksvoll, wie stark die Irseer Benediktiner mit den aktuellen Strömungen in Wissenschaft und Forschung vertraut waren, auf allen Ebenen die Impulse der Aufklärung kritisch aufgriffen und im Klosteralltag fruchtbar werden ließen.

PSYCHIATRIE IM ERSTEN WELTKRIEG

Bd 12: Peter Fassl, Hans-Georg Hofer, Heiner Fangerau und Thomas Becker (Hrsg.)

Irseer Schriften, Band 12 NF
UVK Verlagsgesellschaft mbH
Konstanz und München, 1. Auflage 2018 vergriffen, 2. korrigierte Aufl., 2021, 458 S.

ISBN 978-3-7398-0317-3 (online Ressource)

ISBN 978-3-86764-801-1 (erste Auflage)

ISBN 978-3-7398-3174-9 (zweite Auflage Erscheinungstermin Juni 2021)



Die Beiträge dieses Bandes dokumentieren die Ergebnisse einer internationalen Tagung zum Thema „Psychiatrie im Ersten Weltkrieg“ die im Jahr 2016 in Irsee stattfand. Der Bezirk Schwaben errichtete im Jahr 1849 im ehemaligen Kloster Irsee eine psychiatrische Heil- und Pflegeanstalt. Sie wurde später erweitert, ihre Patientenakten sind erhalten. Aus der Zeit des Ersten Weltkriegs sind dort über 100 psychisch kranke Soldaten nachgewiesen. Die internationale Tagung untersuchte, wie in der psychiatrischen Praxis mit den psychisch traumatisierten Soldaten in Deutschland, Österreich, Frankreich, England und Italien umgegangen wurde. Nach dem deutschen Heeressanitätsbericht wurden 613.047 Soldaten wegen Nervenleiden behandelt, davon 313.000 neurologisch Traumatisierte. Die neue Waffentechnik und der Stellungskrieg hatten die Soldaten vorher nicht bekannten, lang andauernden Belastungen ausgesetzt, die ihre Opfer forderten. Zum Gesamtkomplex der Kriegspsychiatrie gehört auch das Hungersterben in den Heil- und Pflegeanstalten. Die Tagung fragte auch nach dem heutigen Stand der Forschung bezüglich psychischer Krankheitssymptome in Folge von Kriegsereignissen.

.

JÜDISCHE LITERATURGESCHICHTE IN SCHWABEN

Eine Spurensuche

Bd. 11: Peter Fassl, Friedmann Harzer und Berndt Herrmann(Hrsg.)

Irseer Schriften, Band 11 NF
UVK Verlagsgesellschaft mbH
Konstanz und München 2016, 410 S.

49,00 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
ISBN 978-3-86764-674-1

Persönlichkeiten und Ereignisse der jüdischen Kulturgeschichte sind wiederkehrende Motive in Erzählungen, Dramen, Gedichten, Autobiographien und Filmen schwäbischer und schwäbisch-alemannischer Autoren. Das Spektrum dieser thematischen Auseinandersetzung reicht von antisemitischen Stereotypen in Erzählungen des 18./19. Jahrhunderts über Empathie mit dem historischen und zeitgenössischen Judentum bei Johann Peter Hebel bis hin zu Jakob Picards Trauer über den Verlust der Heimat oder Bertolt Brechts „Schweigen über den Holocaust“. Der Band begibt sich in epochenübergreifender Perspektive auf Spurensuche nach Selbst- und Fremdwahrnehmungen jüdischer Identität in der schwäbischen Literatur. Die Vielfalt der Beiträge führt mitten hinein in literarische Strategien der Verdrängung und Bewältigung der Shoa und in Gespräche über die deutsch-jüdische Geschichte der Gegenwart

GROSS IM KLEINEN - KLEIN IM GROSSEN

Beiträge zur Mikro- und Landesgeschichte

Bd. 10: Peter Fassl, Wilhelm Liebhart und Wolfgang Wüst (Hrsg.)

Irseer Schriften, Band 10 NF
UVK Verlagsgesellschaft mbH
Konstanz 2013, 293 S., S/W-Abb.

49,00 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
ISBN 978-3-86764-365-8

Der Versuchung, Geschichte am Leitfaden „großer Strukturen“ darzustellen, ihnen gar eine die Ereignisse determinierende Wirkmächtigkeit zuzuschreiben, konnten Historiker aller Epochen nicht widerstehen. Was dabei oft übersehen wird, ist die unableitbare Kontingenz „kleiner Strukturen“, die sich gegen eine glatte Erklärung durch Strukturmodelle sperrt. Die Orts- und Regionalgeschichte hat es immer wieder mit Begebenheiten und Ereignissen zu tun, die ganz singulär erscheinen. Sind sie das wirklich? Die Heimatgeschichte neigt dazu, den Nabel der Welt vor Ort zu finden, wohingegen die „Großerzählungen“ die Tendenz verfolgen, die Kanten des Regionalen abzuschleifen. – Der Sammelband versteht sich als Plädoyer für eine Hermeneutik, die Geschichte mit wachem Blick auch für solche kleinen Strukturen darstellt, ohne dabei die großen Kontexte aus den Augen zu verlieren. Dies wird anhand exemplarischer Themen aufgezeigt.

MATERIELLE GRUNDLAGEN DER DIPLOMATIE

Schenken, Sammeln und Verhandeln in Spätmittelalter und Früher Neuzeit

Bd. 9:  Mark Häberlein und Christof Jeggle (Hrsg.)

Irseer Schriften, Band 9 NF
UVK Verlagsgesellschaft mbH
Konstanz 2013, 293 S., zahlreiche Abb.

39,00 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
ISBN 978-3-86764-364-1

Die Beiträge dieses Sammelbandes untersuchen das Verhältnis von Diplomatie und Wirtschaft in Spätmittelalter und Früher Neuzeit aus unterschiedlichen Perspektiven. Sie analysieren die Funktionen und Praktiken des Transfers materieller Güter bei der Etablierung und Pflege diplomatischer Beziehungen und zeigen die Intentionen, Kontexte und Folgen des Transfers wertvoller Objekte auf. Ferner werfen sie Schlaglichter auf die Akteure, die materielle Austauschbeziehungen im Kontext der vormodernen Diplomatie gestalteten. Ein weiteres Augenmerk liegt auf der Materialität, künstlerischen Gestaltung und Symbolik der Objekte, die getauscht wurden.

LUXUSGEGENSTÄNDE UND KUNSTWERKE VOM MITTELALTER BIS ZUR GEGENWART

Produktion – Handel – Formen der Aneignung

Bd. 8: Christof Jeggle, Andreas Tacke, Markwart Herzog, Mark Häberlein und Martin Przybilski (Hrsg.)

Irseer Schriften, Band 8 NF
UVK Verlagsgesellschaft mbH
Konstanz 2015, 520 S., zahlreiche Abb.

69,00 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
ISBN 978-3-86764-525-6

Kunstwerke und Luxuswaren waren seit dem Mittelalter begehrte Objekte, deren Angebot im Laufe der Frühen Neuzeit zunehmend erweitert und ausdifferenziert wurde. Sie dienten als ästhetisch gestaltete Produkte der Repräsentation gesellschaftlicher Positionen und der Distinktion sozialer Eliten. Dabei entwickelten sie sich zu einer Triebkraft wirtschaftlicher Entwicklung und bildeten die Grundlage eines anspruchsvollen und genussreichen Konsums von Waren. Die Beiträge des Bandes verfolgen diese Entwicklungen in Fallstudien anhand von künstlerischen und wirtschaftlichen Praktiken und Diskursen in einer Langzeitperspektive vom Mittelalter bis zum Ende der Frühen Neuzeit im gesamten europäischen Raum.

NACH DER SHOA

Jüdische Displaced Persons in Bayerisch-Schwaben 1945–1951

Bd. 7: Peter Fassl, Markwart Herzog und Jim G. Tobias (Hrsg.)

Irseer Schriften, Band 7 NF
UVK Verlagsgesellschaft mbH
Konstanz 2011, 140 S., 18 S/W-Abb.

24,99 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
ISBN 978-3-86764-341-2

In der unmittelbaren Nachkriegszeit lebten in Bayerisch-Schwaben fast zehntausend jüdische Displaced Persons (DPs). Sie warteten auf eine Möglichkeit zur Auswanderung nach Palästina oder Übersee. Neben den großen DP-Camps in Leipheim, Neu-Ulm und Lechfeld bestanden sogenannte Communities in mehr als einem Dutzend Städte und Gemeinden. Hier entwickelte sich die fast vollständig vernichtete jüdische Kultur Osteuropas zu einer neuen Blüte. Die Überlebenden der Shoa gründeten religiöse Hochschulen, gaben eine jiddisch-sprachige Zeitung heraus und gründeten eigene Fußballvereine. Dieses Kapitel der bayerisch-schwäbischen Geschichte ist nahezu unbekannt. Aufgrund intensiver Forschung in US-amerikanischen, israelischen und deutschen Archiven gelang es den Autoren, das Leben der jüdischen DPs in den Wartesälen nachzuzeichnen.

PRAKTIKEN DES HANDELS

Geschäfte und soziale Beziehungen europäischer Kaufleute in Mittelalter und früher Neuzeit

Bd. 6: Mark Häberlein und Christof Jeggle (Hrsg.)

Irseer Schriften, Band 6 NF
UVK Verlagsgesellschaft mbH
Konstanz 2010, 688 S., 83 Abb.

79,00 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
ISBN 978-3-86764-203-3



Mit seiner Ausrichtung auf die Praktiken des Handels präsentiert der Band die gegenwärtige Neuorientierung der Handelsgeschichte. In Fallstudien befassen sich Autoren aus mehreren Ländern mit konkreten Erscheinungsformen sozialer Interaktionen beim Gütertransfer, der Kreditgewährung, dem Zahlungsverkehr und der Informationsübermittlung. Dabei untersuchen sie unterschiedliche Ebenen des kommerziellen Austauschs – vom Detailhandel bis zum interkontinentalen Handel. Sie thematisieren spezifische Handelszweige, individuelle Akteure, den Umgang mit Informationen sowie das Verhältnis der Geschlechter

MITTELEUROPÄISCHE KLÖSTER DER BAROCKZEIT

Vergegenwärtigung monastischer Vergangenheit in Wort und Bild

Bd. 5:  Markwart Herzog und Huberta Weigl (Hrsg.)

Irseer Schriften, Band 5 NF
UVK Verlagsgesellschaft mbH
Konstanz 2011, 400 S., zahlreiche S/W-Abbildungen.


49,00 € (in jeder Buchhandlung erhältlich
ISBN 978-3-86764-189-0

Das Buch befasst sich mit einer von der Forschung bisher kaum bearbeiteten Frage: Wie haben die Klöster der Barockzeit ihre Geschichte in Wissenschaft und Kunst dargestellt? Viele Klöster sichteten damals ihre Archive und Bibliotheksbestände. Auf Ordensebene gab es großangelegte Quellenstudien. Parallel dazu ist in den bildenden Künsten eine bewusste Rückschau zu beobachten: Die Vergangenheit wurde unter Einsatz aller damals bekannten Medien regelrecht „inszeniert“. In Wort und Bild haben die Orden und Klöster das erarbeitet, was wir heute als „corporate identity“ bezeichnen. Der Band vereint kunsthistorische und historische Beiträge aus Deutschland, Tschechien, Polen, Österreich und der Schweiz zu überregional bedeutenden Klöstern der alten Männerorden.

SEELENHEIL UND IRDISCHER BESITZ

Testamente als Quellen für den Umgang mit den „letzten Dingen“

Bd. 4: Markwart Herzog und Cecilie Hollberg (Hrsg.)

Irseer Schriften, Band 4 NF
UVK Verlagsgesellschaft mbH
Konstanz 2007
242 Seiten, 25 Abb., 3 Tab.

29,00 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
ISBN 978-3-89669-630-4


Die Auseinandersetzung mit dem Jenseits gewinnt im Angesicht des Todes an Bedeutung. Wer wird für den Testierenden beten? Wer wird seiner gedenken? Welche Möglichkeiten bieten sich, auch über den Tod hinaus Entscheidungen zu treffen? Testamente geben unterschiedliche Antworten und sind zugleich höchst interessante Quellen für die wirtschafts-, rechts- und sozialhistorische Forschung. Der Band bietet ein vielfältiges Spektrum internationaler Forschungsergebnisse quer durch die Epochen und Kulturräume und über Konfessionsgrenzen hinweg: von den Anden bis Russland, von Reval über Venedig bis nach Rom, vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Beachtung finden Handwerker und Künstler, Bürger und Herrscher mit Testamenten aus Papier, Pergament oder Stein.

VORINDUSTRIELLES GEWERBE

Handwerkliche Produktion und Arbeitsbeziehungen in Mittelalter und früher Neuzeit

Bd. 2: Mark Häberlein und Christof Jeggle (Hrsg.)

Irseer Schriften, Band 2 NF
UVK Verlagsgesellschaft mbH
Konstanz 2004, 259 S., 19 Abb.

29,00 €
ISBN 3896696920




Die vorindustrielle Gewerbegeschichte hat durch die Debatten zur Protoindustrialisierung und durch geschlechtergeschichtliche wie mikrohistorische Forschungsansätze neue Impulse erhalten. Die Autoren dieses Bandes greifen diese Ansätze auf und diskutieren sie anhand lokaler und regionaler Beispiele aus dem deutschsprachigen Raum.

HIMMEL AUF ERDEN ODER TEUFELSBANDWURM?

Wirtschaftliche und soziale Bedingungen des süddeutschen Klosterbarock

Bd. 1: Markwart Herzog, Rolf Kießling und Bernd Roeck (Hrsg.)

Irseer Schriften, Band 1 NF
UVK Verlagsgesellschaft mbH
Konstanz 2002, 352 S., 45 Abb.


39,00 €
ISBN 3-89669-994-6
ISSN 1619-3113

Als ein Charakteristikum Süddeutschlands gelten die Kirchen und Klosteranlagen Altbayerns und Schwabens, die im „Bauboom“ der Barockzeit, zwischen 1680 und der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden. Wurden diese Großprojekte dem Blut der Untertanen abgepresst oder konnten die Klöster diese gewaltigen Bauten finanzieren, weil ihre Äbte klug wirtschafteten? Der vorliegende Band verdeutlicht anhand zahlreicher Beispiele aus dem süddeutschen Raum, dass monokausale Erklärungen für die intensive Bautätigkeit in der Zeit des Barock nicht weiterhelfen. Stattdessen wird ein komplexes Beziehungsgefüge von ökonomischen, kulturellen und gesellschaftlichen Faktoren durchleuchtet, um dieses Kapitel der süddeutschen Kunst-, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte zu verstehen.

Kunsthistorisches Forum

Das 2012 gegründete Kunsthistorische Forum Irsee konzipierte jährlich stattfindende Frühjahrsakademien. Sieben Tagungen widmeten sich dem Forschungsfeld „Künstler und Gesellschaft“. Wie der Künstler in der Gesellschaft situiert ist, unter welchen Bedingungen er seine Kunst vermarktet, seine Ideen konzipiert, sich stilisiert, ein Image bedient und inwieweit er von Auftraggeber, Kunstagent, Kunstberater und Käufer abhängig ist, sind Fragen, die das Kunsthistorische Forum Irsee in einem siebenteiligen Zyklus erörtert hat. Die Ergebnisse der Frühjahrsakademien wurden jeweils in einem Tagungsband veröffentlicht. Mit dem siebten Band, der 2020 erschienen ist, wurde die Reihe abgeschlossen.
KÜNSTLERFESTE

In Zünften, Akademien, Vereinen und informellen Kreisen

Birgit Münch, Andreas Tacke, Markwart Herzog und Sylvia Heudecker (Hrsg.)

Michael Imhof Verlag GmbH & Co. KG
Petersberg 2019, 240 S., mit Farb- und S/W-Abb.

Preis: 39,95 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
ISBN  978-3-7319-0831-9

Künstlerfeste hatten die unterschiedlichsten Funktionen: Neben der „Katharsis“, der reinigenden Wirkung eines fröhlichen Festes, wie es einmal Walter Gropius in Bezug auf das „Bauhaus“ formulierte, ist der identitätsstiftende Aspekt zu beachten, ferner die oftmals auch ironische Abgrenzung zu anderen Kunstauffassungen bzw. Künstlergruppen. Durch wechselnde Motti der Künstlerfeste konnte man auf bestimmte politische Ereignisse reagieren, aktuelle Positionen publik machen, kulturelle Gemeinsamkeiten oder Diversität betonen. Zahlreiche Künstlerfeste überzeugten durch ein hochambitioniertes Konzept und wandten sich in einigen Fällen explizit an die anvisierte Käuferschaft. Welche Handlungsspielräume des individuellen Künstlers bzw. des Künstlerkollektivs wurden durch den Festablauf ausgeschöpft? Wie sind die Möglichkeiten der Auto- bzw. Gruppenrepräsentation und die Konstruktionen der geschlechtlichen Identität innerhalb der unterschiedlichsten Feste zu definieren? Während das Thema der höfischen und städtischen Festkultur(en) auf eine produktive Forschungstradition zurückblickt, ist die Geschichte des Künstlerfestes mit all seinen Implikationen, Kontinuitäten und Zäsuren bislang noch nicht erschöpfend behandelt worden.

BILDERGEWALT

Zerstörung – Zensur – Umkodierung –Neuschöpfung

Birgit Münch, Andreas Tacke, Markwart Herzog und Sylvia Heudecker (Hrsg.)

Michael Imhof Verlag GmbH & Co. KG
Petersberg 2018, 176 S., 74 Abb.

Preis: 39,95 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
ISBN  978-3-7319-0646-9

BilderGewalt – kaum ein die Kunst betreffendes Thema erscheint in Tagen der Präsenz des sogenannten Islamischen Staates so virulent wie die Gewalt am Bild und durch Bilder. Die medial verbreitete Zurschaustellung und Inszenierung des im Irak und Syrien herrschenden Terrorregimes waren ein Anlass, sich interdisziplinär dem Themenfeld der Bildzerstörung zu nähern, und dies von der Antike bis zur Postmoderne. Darüber hinaus eröffneten die aktuellen Forschungen zum Bildverständnis der Reformationszeit im Jubiläumsjahr 2017 neue Zugangswege und regten zu einer breiteren Analyse des Phänomens an. Im vorliegenden Band ist der Fokus daher bewusst weit gefasst, sodass nicht nur der eigentliche Ikonoklasmus, sondern auch die Themenbereiche der Zensur, der Umkodierung sowie der Neuschöpfung von Kunst in den Blick genommen werden. Gerade in der Vormoderne ist die Kunst von Zensur und Umkodierung geprägt: Bei letzterer bleibt das Artefakt zwar meist erhalten, wird aber im Zuge seiner Neubearbeitung in einen veränderten Kontext gestellt. In der modernen und zeitgenössischen Kunst findet sich die Zerstörung und Auflösung des Kunstwerks darüber hinaus als dessen konzeptioneller Bestandteil – ausgehend vom Künstler, vom Publikum oder auch vom Artefakt selbst.

KÜNSTELRINNEN

Neue Perspektiven auf ein Forschungsfeld der Vormoderne

Birgit Münch, Andreas Tacke, Markwart Herzog und Sylvia Heudecker (Hrsg.)

Michael Imhof Verlag GmbH & Co. KG
Petersberg 2017, 240 S., 116 Abb.

Preis: 39,95 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
ISBN  978-3-7319-0520-2

Künstlerinnen – der Begriff schließt in dem vorliegenden Band sämtliche künstlerischen Tätigkeitsbereiche ein: vom Dilettieren im Verborgenen hin zu unternehmerischem Broterwerb, etwa als Werkstattleiterin, oder im höfischen Kontext bzw. an Kunstakademien. Trotz intensiver historischer Geschlechterforschung verläuft die Beschäftigung mit den Viten wichtiger Künstlerinnen weit weniger produktiv. Schon vor Jahrzehnten wurden die kulturellen Praktiken offengelegt (etwa durch Linda Nochlin, 1971: „Why have there been no great women artists?“), die Künstlerinnen zu einem „Sonderfall“ degradierten und „unsichtbar“ machten. Die vereinzelte Aufmerksamkeit, die einige Persönlichkeiten fanden, änderte daran nichts. Für die Künstlersozialgeschichte bleibt das Thema der vormodernen Künstlerin ein hochinteressantes Forschungsfeld, welchem hier – mit Ausblick in die Moderne – nachgegangen wird.

VON KURZER DAUER?

Fallbeispiele zu temporären Kunstzentren der Vormoderne

Birgit Münch, Andreas Tacke, Markwart Herzog und Sylvia Heudecker (Hrsg.)

Michael Imhof Verlag GmbH & Co. KG
Petersberg 2016, 184 S., 107 Abb.

Preis: 39,95 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
ISBN  978-3-7319-0351-2

Im Mittelalter und der Frühen Neuzeit waren es vor allem wechselnde Ereignisse, die Auftraggeber, Käufer und Künstler zeitweise an einem Ort zusammenführten. So bestimmte beispielsweise der Aufenthaltsort des Herrschers – hier weiter gefasst für jede Form der Amtsausübung – das Reiseziel, auch jenes des Künstlers. Die vielfältigen intellektuellen, kulturellen aber auch stilistischen oder technischen Transferprozesse dieser temporären Kunstzentren werden in diesem Band ebenso angesprochen wie die Frage nach der Definition des „Kongresskünstlers“, der von einer Großveranstaltung zur anderen reiste, um seine Werke und sein Können anzubieten. Die Beiträge belegen, dass das Fest, das Konzil, der Reichstag oder die Prozession zentrale Räume und Katalysatoren künstlerischen Austauschs waren.

DIE KLAGE DES KÜNSTLERS

Krise und Umbruch von der Reformation bis um 1800

Birgit Münch, Andreas Tacke, Markwart Herzog und Sylvia Heudecker (Hrsg.)

Michael Imhof Verlag GmbH & Co. KG
Petersberg 2015, 200 S., 117 Abb.

Preis: 39,95 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
ISBN  978-3-7319-0204-1

Die sprichwörtliche „brotlose Kunst“ hat zu allen Zeiten zur Klage von Künstlerinnen und Künstlern geführt, war es doch früher ebenso wie heute für viele nicht leicht, sich auf dem Kunstmarkt zu behaupten. Noch in weitaus stärkerem Maß war die Lebens- und Arbeitswelt des vormodernen Künstlers von tiefgreifenden Krisen und Umwälzungen geprägt. Hier ist insbesondere an die Reformation, den Dreißigjährigen Krieg, die Teilung der Niederlande oder an Epidemien zu denken. Der vorliegende Band stellt die Frage, wie sich der Künstler in Zeiten der Krise verhielt und welche Strategien er verfolgte, um sich auf die neue Situation einzustellen. Welche Rolle spielte Migration? Wie gestalteten sich Konfessions- und Ortswechsel? Der internationale Autorenkreis behandelt erstmals unter unterschiedlichen Prämissen die interessante Frage, wie die Künstlerklage artikuliert und formuliert wurde und in welchem Rahmen sie zirkulierte. Neben schriftlichen Quellen der Künstlerklage, etwa Beschwerden beim Rat der Stadt, finden sich zwar zahlreiche, bislang jedoch nicht in einen Forschungszusammenhang gebrachte visualisierte Formen der Künstlerklage, etwa in Form von Gemälden, Flugblättern oder Karikaturen.

FÄLSCHUNG - PLAGIAT - KOPIE

Künstlerische Praktiken in der Vormoderne

Birgit Münch, Andreas Tacke, Markwart Herzog und Sylvia Heudecker (Hrsg.)

Michael Imhof Verlag GmbH & Co. KG
Petersberg 2014, 184 S., zahlreiche Abb.

Preis: 39,95 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
ISBN 978-3-7319-0080-1

Das Fälschen von Kunstwerken des 19. und 20. Jahrhunderts ist ein Thema, mit dem sich die kunstwissenschaftliche Forschung, aber auch das Feuilleton, die Kriminalistik, die Gerichte und nicht zuletzt die Sammler selbst seit Jahren intensiv auseinandersetzen. Von Kunstfälschern, die teilweise in groß angelegten Netzwerken agieren und in vielbeachteten Gerichtsverfahren verurteilt werden, geht eine ungewöhnliche Faszination aus. Im Gegensatz hierzu ist die Kunstfälschung der Vormoderne weitgehend unerschlossen. Der Band widmet sich dem Thema von der Antike bis um 1800. Schon den Begriffen Fälschung und Kopie mangelt es bis zum Beginn der Moderne an definitorischer Schärfe. Kunstwerke wurden in der Vormoderne aus den unterschiedlichsten Gründen gefälscht und kopiert – keineswegs musste die Schädigung von Dritten bezweckt gewesen sein. Anhand von unterschiedlichen Fälschungen aus dem Bereich der Druckgraphik, der Malerei und des Kunsthandwerks werden auch das Fälschen von Monogrammen, die Kopierpraxis in fürstlichen Sammlungen und die strafrechtlichen Aspekte des Fälschertums in der Frühen Neuzeit thematisiert und hiermit die unterschiedlichen, teilweise auch hybriden Spielarten des Plagiats, der Kopie und der Fälschung als bewusste Vortäuschung eines Originals aufgefächert.

Weitere Veröffentlichungen

WAS MENSCHEN BEWEGT

Gedanken zu Leben und Tod in Religion, Philosophie und Kunst

Ludwig Brandl, Rainer Jehl und Beatrix Schönewald (Hrsg.)

Regensburg 2011, 176 S., zahlreiche farbige Abb.

19,90 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
ISBN 978-3-7954-1999-8

Themen wie Leben und Tod, Begeisterung, Geist und Verstand, die sich in einem weiteren Sinn mit dem Oster- und Pfingstgeschehen verbinden, stehen im Mittelpunkt dieses Bandes: Beiträge von Künstlern, Theologen, Philosophen, Historikern, Medizinern und Kunsthistorikern eröffnen eine Betrachtung dieser Phänomene aus vielfältigen Perspektiven. Fünf namhafte Künstler – Annette Lucks (München), Ernst Heckelmann (Unterdießen-Dornstetten), Franz Hitzler (München), Norbert Eberle (München), Peter Casagrande (Maitenbeth) und die Schriftstellerin Katharina Ponnier – setzen sich mit den existenziellen Phänomenen Leben und Tod, Geist, Verstand und Begeisterung auseinander. In direktem Diskurs mit den Künstlern und ihren Werken stehen die Beiträge von Theologen und Philosophen – Wolfgang Beinert, Rainer Jehl, Ludwig Brandl, Johann Nepomuk Hofmann und Thomas Hölscher –, des Arztes Hermann Hepp, der Historikerin Beatrix Schönewald und der Kunsthistoriker Siegfried Hofmann und Bettina Mayer. Der Band führt Beiträge zusammen, die für das von der Schwabenakademie Irsee in der Karwoche 2007 veranstaltete Symposion „Game over – Sterben und Tod“ und für die Pfingstausstellung „Feuer und Sturm“ im Stadtmuseum Ingolstadt sowie in der Pfarrei St. Augustin verfasst wurden.

LUFT UNTER DEN FLÜGELN

Der Irseer Pegasus. Ein Lesebuch

Rainer Jehl (Hrsg.) in Zusammenarbeit mit Eva Leipprand, Fritz Reutemann und Rainer Wochele

Tübingen 2007, 352 S.

19,90 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
ISBN 978-3-940086-18-1

Das Irseer Autorentreffen, eine Art bayerisch-schwäbisches „Klagenfurt“, das immer um Dreikönig im ehemaligen Benediktinerkloster Irsee stattfindet, besteht aus einem kritischen Workshop, aus einem Expertengespräch mit arrivierten Vertretern des literarischen Lebens. Die Autoren der literarischen Werkstatt wählen zum guten Ende aus ihrer Mitte drei Preisträger. Das Ziel des „Irseer Pegasus“: Autoren, die bereits erste Schritte mit einer Buchveröffentlichung gemacht haben, zusammenzuführen und ihnen behilflich zu sein, als Schriftsteller voranzukommen. Die vorliegende Anthologie spiegelt die Ergebnisse von zehn Jahren „Irseer Pegasus“. Ausgewählt wurden Texte von Preisträgern sowie von wenigen weiteren Autoren, die den Herausgebern exemplarisch erschienen.

EUROPEAN FOOTBALL DURING THE SECOND WORLD WAR

Training and Entertainment, Ideology and Propaganda

Markwart Herzog und Fabian Brändle (Hrsg.)

Peter Lang International Academic Publishers,
Oxford, Bern, Berlin, Bruxelles, New York, Wien 2018, 510 S., 48 Abb.

englische Übersetzung von „Europäischer Fußball im Zweiten Weltkrieg“, Irseer Dialoge, Bd. 19

58,10 € (in jeder Buchhandlung erhältlich)
ISBN  978-1-78874-474-4

When German troops marched into Poland on 1 September 1939, this also affected sport – sometimes dramatically. Official propaganda no longer viewed football as a game that was played for fun, but one that could be instrumentalized for political goals and military strategy. Due to the unpredictability of the game, football did not appear to be well suited to such a purpose. However, as the sport was able to create a politically neutral space that offered exciting entertainment and an escapist distraction, it was eminently important for the dictatorship. Soldiers and the civilian population benefited from this, as did the National Socialist regime itself. Football was vital for the war effort and also helped to stablilize the system precisely because it was not a vehicle for political propaganda. In this edited volume, an international team of authors examines the development of football during the Second World War in a dozen European states. The volume concludes with essays on the representation of the topic in the arts and the media.

Austellungskataloge

KÜNSTLER-ZWILLINGE

Ausstellung - Symposium

Rainer Jehl und Roswitha Terlinden (Hrsg.)

Irsee [1995], 76 S., 16 Farb-, 26 S/W-Abb., 3 Diagramme.


10,00 €
ISBN 3-9802516-5-9 (bei der Schwabenakademie erhältlich)

Die Natur menschlichen Bewusstseins, die Folgen der Genforschung und die Grenzen wissenschaftlichen Experimentierens: Diese grundlegenden anthropologischen und ethischen Fragen wirft die Zwillingsforschung auf, deren Geschichte und aktueller Stand interdisziplinär diskutiert werden. Dokumentation eines wissenschaftlichen Symposions und einer Ausstellung mit Werken von Künstlerzwillingen.

SO NAH, SO DEUTSCH UND DOCH SO FERN

Bernhard Jott Keller und Eckhard König

Schwabenakademie Irsee (Hrsg.)

Irsee 1995, 68 S., 126 Farb- und S/W-Abb.

5,00 €
ISBN 3-9804600-1-0 (bei der Schwabenakademie erhältlich)

Deutsch-deutsches Künstlerprojekt – Bernd Jott Keller lebt auf dem Land, im Allgäu, Eckhard Koenig in der Großstadt, in Ost-Berlin. Beide haben sich kurz nach der „Wende“ kennengelernt und 1995 in Irsee mit Künstlergruppen aus Ost und West in einem Workshop gearbeitet. Biographische Beschreibungen und Dokumentation der Kunstkorrespondenz zwischen Koenig und Keller, der gemeinsamen Arbeit ihrer Verständigung in Bildern und Fotos, Briefen und Postkarten zwischen Ost und West, Stadt und Land.

SCHATTEN

Bilder und Texte zum Thema Angst

Schwabenakademie Irsee (Hrsg.)

Irsee 1991, 88 S., 24 Farb- und 20 S/W-Abb.

13,00 €
ISBN 3-926220-43-0

Der Band dokumentiert eine Ausstellung (Werke von Hans Matthäus Bachmayer, Renate Bachmayer, Andreas Bindl, Franz Hitzler, Helmut Rieger, Peter Zeiler) und ein Symposion über Ästhetik und Bedeutungsvielfalt von Schatten in Literatur und Kunst, Philosophie und Symbolsprache. Die Wahrnehmung und Psychologie von Schatten – beleuchten Beiträge von Dietmar Kamper, Florian Rötzer und Wolfgang Tunner.

LICHT

Bilder und Texte

Schwabenakademie Irsee (Hrsg.)

Irsee 1997, 96 S., 16 Farb- und 20 S/W-Abb.

13,00 €
ISBN 3-9804600-0-2 (erhältlich bei der Schwabenakademie)

Der Band setzt sich auseinander mit Licht in Philosophie und Kunst, Naturwissenschaft und Psychologie. Er dokumentiert eine Ausstellung mit Werken von Horst Heilmann, Diether Kunerth, Sigurd Rakel und Helmut Ranftl. Begleitet wird er von den Beiträgen eines Symposions (Thomas Elsen, Georg Glünder, Rolf Schönberger und Stephan O. Wiedemann).

MUSIKALISCHE SPUREN

Radierungen, Zeichnungen, Skizzen von Lothar Fischer und Peter Zeiler

Schwabenakademie Irsee, Wolnzach [1997]

Irsee [1997], 36 S., zahlreiche Abb.
13,00 € (erhältlich bei der Schwabenakademie)

Der Band präsentiert Zeichnungen von Lothar Fischer (Baierbrunn bei München) sowie Skizzen und Radierungen von Peter Zeiler (Irsee), die beim Besuch von Konzerten entstanden sind. Ästhetische Erfahrung wird aus einem Sinnesbereich in den anderen übertragen, aus der Welt des Hörens in die des Sehens.

CHRONOS

Rainer Jehl (Hrsg.)

Irsee [2001], 48 S., zahlreiche Abb.

10,00 €
ISBN 3-9804600-3-7 (erhältlich bei der Schwabenakademie)

Der Katalog dokumentiert eine Ausstellung in der Zeit, ein Gespräch zwischen den Zeiten und ihren Künsten als einmaliges Raumereignis; großformatige Malerei, Zeichnung, Installation und Videoarbeiten junger Künstler, die ihre Wurzeln in Schwaben haben, präsentiert der Ausstellungskatalog. Die Arbeiten wurden eigens auf die Räume des Barockklosters Irsee abgestimmt und geben einen Einblick in aktuelle Tendenzen der Gegenwartskunst. Neue Ansichten und unterschiedliche Medien eröffnen einen Dialog zwischen jungen den Visionen junger Künstler in und mit den historischen Räumen und barockzeitlichen Gemälden des Konventgebäudes von Kloster Irsee. Die ausstellenden Künstler haben Kunst studiert; sie leben in Berlin, Augsburg und München, waren in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland vertreten: Karin Brunnermair, Berlin (Installation und Zeichnung), Christoph Dittrich, Augsburg und München (Malerei), Christofer Kochs, Augsburg und Berlin (Malerei und Plastik), Uli Vogel, Berlin (Zeichnung und Video).

LEIDLUST

Schwabenakademie Irsee und Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren (Hrsg.)

Irsee [1999], 54 S., zahlreiche Farb- und S/W-Abb.
10,00 €
ISBN 3-9804600-2-9 (erhältlich bei der Schwabenakademie)

Eine Ausstellung psychiatrieerfahrener Künstler anlässlich des Gedenkens an die Eröffnung der ersten „Schwäbischen Kreisirrenanstalt“ 1849. Die Ausstellung betritt künstlerisches und kunsthistorisches Neuland. Zum ersten Mal überhaupt wird eine Tradition dokumentiert, die weiter zurückreicht, als bisher vermutet, sogar bis in die ersten Anfänge der Irseer Psychiatrie. Der Ausstellungskatalog zeigt einen Querschnitt aus dem aktuellen Werk psychiatrieerfahrener Künstler des Ateliers im Bezirkskrankenhaus Kaufbeuren, die dort im Rahmen der Kunsttherapie gefördert werden. Die ältesten erhaltenen Arbeiten (ab circa 1890), unter anderem von Georg Lindemann, sind Bestandteil der weltberühmten Prinzhorn-Sammlung, Heidelberg. Zahlreiche Patienten des Bezirkskrankenhauses Kaufbeuren sind auch heute künstlerisch tätig – weltbekannt unter ihnen Wolfgang Hueber und Dietrich Orth. Der Schwerpunkt liegt auf dem Zeitraum der letzten 25 Jahre, Art brut, Outsider, Avantgarde. Kommentierende Texte behandeln u.a. die Geschichte der Maltherapie und der Kunsttherapie; Selbstzeugnisse der Künstler und biographische Notizen flankieren die Präsentation ihrer Werke.

MAGNUS-REMY-PREIS 1996–2001

Rainer Jehl (Hrsg.)

Irsee 2001, 72 S., zahlreiche Farb- und S/W-Abb.

10,00 €
ISBN 3-9804600-4-5 (erhältlich bei der Schwabenakademie)

Eine Ausstellung zum 20jährigen Bestehen des Schwäbischen Bildungszentrums Irsee. Seit 1989 richten die Berufsverbände Bildender Künstler in Schwaben in Kooperation mit der Schwabenakademie die Ausstellung „Schwäbische Künstler in Irsee“ aus. Im Rahmen der Vernissage wird der von der Meckatzer Löwenbräu Benedikt Weiß KG gesponserte Magnus-Remy-Preis verliehen. Mit seinem Namen steht der Irseer Benediktinerpater Magnus Remy (1674–1734) Pate für den Preis. Der in Graz geborene Maler ist bei dem Münchner Hofmaler Johann Andreas Wolff in die Lehre gegangen und ließ sich auf Italienreisen, vor allem in Venedig und Rom, von der italienischen Malerei inspirieren. Remy hat maßgeblich zur bildkünstlerischen Ausstattung von Kloster Irsee beigetragen.
Der Ausstellungskatalog dokumentiert Leben und Werk der Magnus-Remy-Preisträger 1996 bis 2001: Joe Rieder (1996), Christine Koch (1997), Monika Schultes (1998), Christopher Kochs (1999), Wilhelm Eger (2000) und Helmut Ranftl (2001). Einführend skizziert Elisabeth Herzog Herkunft und Ausbildung, Werke und künstlerische Stellung des Malermönchs Magnus Remy. Besonderes Aufmerksamkeit widmet die Kunsthistorikerin den ebenso ungewöhnlichen wie innovativen Bildlösungen, die Remy in seinem Gemäldezyklus zur Vita des Heiligen Benedikt an den Emporenbrüstungen der Irseer Klosterkirche gefunden hat.

RETROSPEKTIVE

Erich Schmidt-Unterseher

Schwabenakademie Irsee (Hrsg.)

Augsburg [1991]

Dokumentation einer Ausstellung: Bronzeplastiken, Aquarelle, Zeichnungen, Radierungen. Der am 20. September 1990 verstorbene Augsburger Künstler und Kunsterzieher war in den letzten Jahren seines Lebens Dozent der Schwabenakademie.