Programm

 

Themen der Zeit

Themen der Zeit

Viel zu langsam viel erreicht. Über den Prozess der Emanzipation

Über Emanzipation heißt es einerseits: Ist doch alles von gestern, jetzt wollen wir Frauen unsere gleichen Chancen endlich nutzen, ohne ständig über das Patriarchat streiten zu müssen. Andrerseits heißt es: Von wegen alles erreicht, es sind noch viele Rechnungen offen, es sind viele Ansprüche an die Gleichheit nicht erfüllt – wir müssen weiterkämpfen. Der Widerspruch läuft quer durch die Generationen und lässt sich nicht beseitigen. Wir müssen mit ihm leben.

Gleichberechtigung bedeutet, lebenspraktisch durchgeführt, eine kopernikanische Wende im Zusammenleben der Menschen. Jahrtausende lang hielten sich Männer und Frauen in ganz verschiedenen Bereichen des Lebens auf und sie verhielten sich auf ganz bestimmte Weise. Es ist noch nicht so lange her, dass dieser Zustand zu bröckeln begann und wir erkannten, wie viel Herrschaftsgebaren und Herrschaftsansprüche der Männer über die Frauen hier wirkten.

Vortrag und Seminar versuchen, historische Tiefenschärfe beim Blick auf die Gegenwart zu liefern. Es gibt viel Stoff und viele Widersprüche: zwischen Gleichheit und Verschiedenheit, Kultur und Natur, Gleichstellungspolitik und Differenzpolitik, Aufbruchslüsten und Beharrungskräften, es gibt viele Anlässe für neue Verständigung und alten Streit.

Buchempfehlung: Barbara Sichtermann, Viel zu langsam viel erreicht, Springe am Deister: zu Klampen Verlag 2017.

No. 18041

29.06.2018 bis 30.06.2018

Beginn 18.30 Uhr
Ende ca. 12.30 Uhr

Preis:

inkl. 1x Vollpension im DZ 132,00 € / EZ 145,00 € ohne Zimmer 99,00 €

Referentin

Barbara Sichtermann
Schauspielerin, preisgekrönte Publizistin und Schriftstellerin, undogmatische Intellektuelle der 68er-Generation und der Frauenbewegung, Berlin.