Die Geschichte des Klosters

Das Kloster Irsee

Die Ursprünge des ehemaligen Benediktinerklosters Irsee reichen ins späte 12. Jahrhundert zurück, als Markgraf Heinrich von Ursin-Ronsberg einer Eremitengemeinschaft die Stammburg „Ursin” des Hauses Ronsberg, gelegen an der Stelle der heutigen Irseer Friedhofskirche St. Stefan, zum Geschenk macht. In diese Zeit fällt auch der Bau der mittelalterlichen Klosteranlage, die ab 1699 durch den barockzeitlichen Gebäudekomplex ersetzt wird. 

 Den Höhepunkt seiner Entwicklung erreicht Irsee im 18. Jahrhundert mit der intensiven Pflege der mathematisch-naturwissenschaftlichen Bildung, der Philosophie und alten Sprachen, der Musik und der bildenden Künste. Die Abtei erarbeitet sich den Ruf eines bedeutenden süddeutschen Forschungs- und Studienzentrums.

Die 1803 vollzogene Säkularisation setzt diesem jahrhundertealten wissenschaftlichen, monastisch-spirituellen und künstlerischen Lebens ein abruptes Ende. Ab 1849 findet die erste „Schwäbische Kreisirrenanstalt” in Kloster Irsee ihren Ort. Zur Zeit der NS-Diktatur beteiligt sich die psychiatrische Klinik am nationalsozialistischen Euthanasieprogramm. In Irsee sind zweitausend Opfer dieser menschenverachtenden Politik zu beklagen. Der Klinikbetrieb dauert bis 1972. Nach Sanierung, Renovierung und Restaurierung wird das ehemalige Kloster seit 1981 als Tagungshotel, als „Schwäbisches Tagungs- und Bildungszentrum”, genutzt, in dem die Schwabenakademie ihren Sitz hat und ihr Programm im Geiste benediktinischer Gelehrsamkeit realisiert.

Offizielle Homepage des Kloster Irsee:
www.kloster-irsee.de

Meinrad Spiess Konferenz Tagungsbericht