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Geschichte

Geschichte

Maria Crescentia Höß (1682–1744). Eine Heilige für unsere Zeit

Die hochbegabte, junge Kaufbeurer Weberstochter Anna Höß hat 1703 wegen ihrer Armut nur mühsam die Aufnahme in das Kaufbeurer Franziskanerinnenkloster erreicht. Ihr Klostername Crescentia (die Wachsende) ist bezeichnend für ihre rasche Entwicklung zu einer eigenständig denkenden und handelnden Frau, die zur Beraterin unzähliger Menschen jeglichen Standes wurde, darunter viele geistliche und weltliche Fürsten. Zehntausende Wallfahrer besuchten nach ihrem Tod ihr Grab in der Klosterkirche. Am 7. Oktober 1900 wurde sie von Papst Leo XIII. selig gesprochen, am 25. November 2001 von Papst Johannes Paul II. als erste deutsche Heilige des neuen Jahrtausends zur Ehre der Altäre erhoben.

Crescentia Höß ist eine Heilige der Ökumene: In ihrer Heimatstadt mit katholischer Minderheit gelangte sie nur durch die Hilfe des evangelischen Bürgermeisters ins Kloster, zu Lebzeiten und nach dem Tod verehrten sie Christen beider Konfessionen. Sie ist ein Vorbild für das Mitwirken von Frauen in der Kirche und ein Beispiel für die Verwirklichung christlichen Lebens im Alltag.

Das Seminar befasst sich mit dem Leben und Wirken von Crescentia Höß, mit ihrer Religiosität und ihrer Freundschaft zu der Münchner Mystikerin Maria Anna Lindmayr, mit ihrem politischen Einfluss und dem Ablauf der Selig- und Heiligsprechung.

 

HINWEIS

Mit diesem Seminar verabschiedet sich Dr. Karl Pörnbacher nach einem Vierteljahrhundert Dozententätigkeit von der Schwabenakademie. 

No. 20017

07.03.2020 bis 08.03.2020

Beginn 15.00 Uhr
Ende ca. 12.30 Uhr

Preis:

inkl. 1x Vollpension DZ 150,00 € / EZ 166,50 € ohne Zimmer 117,00 €

Referent

Dr. Karl Pörnbacher
Germanist und Historiker; zahlreiche Veröffentlichungen zu M. Crescentia Höß, Vizepostulator in deren Heiligsprechungsverfahren, Sachsenried

Dr. Markwart Herzog
Direktor der Schwabenakademie Irsee