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Philosophie - Religion

Philosophie - Religion

Kant – und was er zu denken möglich macht

Immanuel Kant (1724–1804) gilt als der große Wendepunkt in der neuzeitlichen Philosophie. Auch er selbst beanspruchte, mit seinem Denken eine „kopernikanische Drehung“ zu vollziehen. Sein Anliegen war es, in der Philosophie endlich jene Präzision einzuführen, die in den Naturwissenschaften schon längst erreicht war. Dazu fragte er nicht mehr, wie die Philosophen vor ihm, nach dem letzten Grund der Dinge, sondern nach Möglichkeiten, Bedingungen und, vor allem, Grenzen der menschlichen Erkenntnis. Als Ergebnis dieser „Transzendentalphilosophie“ folgt, dass wir die Dinge nicht erkennen können, wie sie an sich sind, sondern nur, wie sie uns erscheinen.

Überraschenderweise gelang den Philosophen nach Kant das Kunststück, auf der Grundlage der Kantschen Erkenntniskritik über diese hinaus zu gelangen. So gingen aus der Auseinandersetzung mit Kant so unterschiedliche philosophische Entwürfe hervor wie die Philosophie des Absoluten Geistes bei Hegel, der Willenspessimismus Schopenhauers, die Religionskritik Feuerbachs, der Materialismus von Marx und Engels sowie die rauschhafte Philosophie des Dionysischen bei Nietzsche.

Obwohl Kant zeit seines Lebens seine Geburtsstadt Königsberg so gut wie nie verließ, wirkte sein Denken doch revolutionär, weit über die Fachphilosophie hinaus, und trug entscheidend zur Genese unserer modernen Welt bei.

No. 18066

16.11.2018 bis 18.11.2018

Beginn 17.00 Uhr
Ende ca. 12.30 Uhr

Preis:

inkl. 2x Vollpension im DZ 232,00 € / EZ 258,00 € ohne Zimmer 166,00 €

Referent

Prof. Dr. Martin Thurner
Professor für Christliche Philosophie am Martin-Grabmann-Forschungsinstitut der Ludwig-Maximilians-Universität München

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