Programm

 

Philosophie - Religion

Philosophie - Religion

Die philosophische Rede vom Heiligen

Der erste Denker des „Heiligen“ im Abendland ist Platon. Historisch weit näher sind uns jene Philosophen, die sich zu Beginn des letzten Jahrhunderts mit dem „Heiligen“ beschäftigten. So hat sich der Neukantianer Wilhelm Windelband auf diesen Begriff bezogen, um eine ganz eigene Art religiöser Erfahrung zu benennen. Émile Durkheim, Nathan Söderblom und Rudolf Otto verliehen dem „Heiligen“ in den Religionswissenschaften zusätzliche Konturen. Otto prägte die wegweisende Bestimmung des Heiligen als „mysterium tremendum“ und „fascinosum“.
Der Philosoph Jörg Splett befasst sich in diesem Wochenendseminar mit dem Schrecken und der Faszination, die der Mensch in der religiösen Erfahrung macht, wenn er sich unbedingt gemeint und unbedingt in Anspruch genommen erlebt. Orte und Zeiten solcher Erfahrung heben sich aus dem Alltäglichen heraus: als „sakral“ dem Profanen gegenüber. Dabei geht es zuletzt gerade nicht um den Menschen, wie man allermeist denkt, sondern um Gott – in selbstvergessenem Lobpreis.

Hinweis: Vortrag „Religiöse Erfahrung: Sakrales - Profanes - Heiliges“

https://www.schwabenakademie.de/cms/programm/konzerte-abendvortraege/details/article/religioese-erfahrung/

No. 18011

16.02.2018 bis 18.02.2018

Beginn 17.00 Uhr
Ende ca. 12.30 Uhr

Preis:

inkl. 2x Vollpension DZ 239,00 € / EZ 265,00 € ohne Zimmer 173,00 €

Referent

Prof. Dr. Jörg Splett
Philosophisch-Theologische Hochschule Sankt-Georgen, Frankfurt am Main; Hochschule für Philosophie München

Anmeldung wurde geschlossen.