Programm

 

Kunst - Literatur - Musik

Kunst - Literatur - Musik

Die literarische Wiener Moderne 1890–1914

Wien als Hauptstadt des Habsburger Reichs war ein Brennspiegel der Vielfalt und der Gegensätze: Vordergründig verkörperte die Metropole Historie, Tradition, Formwille und Repräsentation. Die deutsch-österreichische Kultur wurde durch Zuwanderer aus dem Vielvölkerstaat bereichert. Doch hinter der pompösen Fassade der Ringstraße trug Wien noch andere Gesichter: Es war die Stadt der Dekadenz und der Neurosen, des Ennui und der fiebrigen Avantgarde, der Todessehnsucht und der erotischen Finessen. Die Wiener Moderne war weniger laut und schrill als die in Berlin, dafür aber feinsinniger, charmanter, erlesener, vergeistigter. Als Kaiser Franz Joseph Ende Juli 1914 mit der Erklärung „An meine Völker“ den Eintritt in den folgenschweren Krieg bekannt gab, versank in diesem Orkus eine faszinierende, opulente Welt. Aber der Mythos lebt – bis heute.
Das Seminar befasst sich in erster Linie mit literarischen Texten der Wiener Moderne, es werden aber auch dokumentarische Zeugnisse in Text, Bild und Film mit einbezogen. Biografische, soziokulturelle und politische Hintergründe liefern Ansätze zur Interpretation. Literarische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Textblätter werden gestellt.

No. 19024

05.04.2019 bis 07.04.2019

Beginn 17.00 Uhr
Ende ca. 12.30 Uhr

Preis:

inkl. 2x Vollpension DZ 254,00 € / EZ 284,00 € ohne Zimmer 186,00 €

Referent

Dr. Armin Strohmeyr
Schriftsteller, Germanist, Buch- und Hörfunkautor, Berlin
www.armin-strohmeyr.de

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