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Philosophie - Religion

Philosophie - Religion

Erasmus von Rotterdam

„Salz und Sonne seines Zeitalters“

Erasmus – was für ein Europäer, der eine „res publica“ der Bildung, Toleranz und Freiheit, nicht der militärischen Triumphe anstrebte!
Als „illegitimer“ Sohn eines Priesters in Holland geboren, studierte, lehrte und schrieb er in Frankreich, England, Italien und Deutschland, gehörte zu einem Humanistenkreis in der Schweiz, gab Anlass für eine „Erasmismo-Gesinnung“ in Spanien und Portugal, war Kritiker der Obrigkeiten in Kirche (Papst und Luther) und Politik, besorgte die erste kritische Ausgabe des griechischen Neuen Testaments und setzte sich für eine altersgemäße, liebevolle Erziehung der Jugend ein.
Seine Schriften wirken bis heute erfrischend lebendig und modern, seien es seine lateinischen „Schülerdialoge“ oder die „Vertrauten Gespräche“ („Colloquia familiaria“ z.B. über gleiche Bildungs- und Menschenrechte für Frauen), oder wenn er als Pazifist die „christlichen“ Kriege in Frage stellt: „Schön erscheint der Krieg nur den Unerfahrenen“. Im „Lob der Torheit“ spottet er über den Machtwahn, die Dummheit und Frömmelei der Menschen: Sehen doch manche Theologen es als geringeres Verbrechen an, tausend Menschen umzubringen, als einmal am Sonntag die Schuhe eines Armen zu flicken.
Stefan Zweig nennt Erasmus „den ersten bewussten Europäer, den ersten streitbaren Friedensfreund, den beredtesten Anwalt des humanistischen, des welt- und geistesfreundlichen Ideals“.

No. 21021

19.03.2021 bis 21.03.2021

Beginn 17.00 Uhr
Ende ca. 12.30 Uhr

Preis:

inkl. 2x Vollpension DZ 247,00 € / EZ 287,00 € ohne Zimmer 181,00 €

Referent

Peter Wonka
StD i.R.; Referent in der Erwachsenenbildung für Philosophie, Literatur, Politik und Geschichte, Marktoberdorf