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Philosophie - Religion

Philosophie - Religion

Homer

Epos über Götter, „Helden“ und Menschen

Die homerischen Epen „Ilias“ und „Odyssee“ stuft D. Schwanitz in seinem Bestseller „Bildung“ neben der Bibel als die „zentralen Texte der europäischen Kultur“ ein. Der Kampf um Troja („Ilion“) galt schon immer als „Urform“ des Krieges. Homers „Ilias“ ist aber „kein kriegerisches, sondern ein menschlich-tragisches Epos“ (W. Schadewaldt). Wir werden bei der gemeinsamen Lektüre feststellen, dass sich Liebe, Zorn, Mitleid, Hoffnung und Verzweiflung bis heute wenig geändert haben.

Homers Zeitlosigkeit ist erstaunlich: J. Giraudoux protestierte mit „Kein Krieg in Troja“ gegen die Sinnlosigkeit der Kriege ebenso wie C. Wolf in „Kassandra“. Während des Irak-Krieges lockten in München öffentliche Ilias-Vorlesungen Scharen von Zuhörern an und in Amerika nahm J. Shay die „Ilias“ als Hintergrund zur psychologischen Aufarbeitung des Vietnam-Krieges. Die Torheit der Menschen erleben wir bis heute: Wir rüsten und kriegen immer noch, obwohl wir doch „Blättern im Wind“ gleichen, wie Homer sagt:

„Die einen schüttelt der Wind zu Boden, neue aber bringt der Frühling hervor. So ist auch das Geschlecht der Menschen: Eines wächst heran, das andere aber schwindet.“ (Homer, Ilias VI)

No. 20026

27.03.2020 bis 29.03.2020

Beginn 17.00 Uhr
Ende ca. 12.30 Uhr

Preis:

inkl. 1x Vollpension DZ 245,00 € / EZ 278,00 € ohne Zimmer 179,00 €

Referenten

Peter Wonka
StD i.R.; Referent in der Erwachsenenbildung für Philosophie, Literatur, Politik und Geschichte, Marktoberdorf