Programm

 

Geschichte

Geschichte

Fortschritt und Verlust

Transformationen – Deutungen – Konflikte. Historische Tagung

Ob Veränderungen Fortschritt oder Verlust bedeuten, ist eine Frage des Standpunktes – es handelt sich um zwei Seiten einer Medaille. Welche Deutungen in sozialen Gruppen und Gesellschaften dominieren, ist stets Ergebnis komplexer Aushandlungsprozesse und unterliegt historischem Wandel. Im Bereich ökologischer Veränderungen wird dies in jüngster Zeit besonders deutlich. Was zwischenzeitlich weithin als Fortschritt galt, wird heute vielfach als Verlust wahrgenommen. Erst wenn Biodiversität und „naturbelassene“ Landschaft in einer Gesellschaft als wertvoll definiert werden, lässt sich ihr Verschwinden als Verlust beschreiben. Die Tagung nimmt Veränderungen von Wissensbeständen und -ordnungen im süddeutschen Raum seit der Mitte des 18. Jahrhunderts in den Blick. Sie analysiert sowohl umstrittene Wissensbestände als auch ihre kulturellen Ausdeutungen im Gefolge sozialer Aushandlungsprozesse. Die Themen der Vorträge decken ökologische, agrartechnische, ökonomische und medizinische Wissensfelder ab. Sie fragen nach zeitgenössischen Fortschrittsdiskursen, nach neuen (und als neu deklarierten) Wissensbeständen und Versuchen, sie zu implementieren, aber auch nach Widerständen gegenüber neuem und Verlusten von tradiertem Wissen.

No. 21043

10.06.2021 bis 11.06.2021

Beginn 10.00 Uhr
Ende ca. 17.00 Uhr

Preis:

inkl. 1x Vollpension und 1x Mittagessen DZ 167,00 € / EZ 187,00 € ohne Zimmer: Teilnahmegebühr 40 € Mittagessen 20 €, Abendessen 15 €

Leitung

Apl. Prof. Dr. Regina Dauser
Universität Augsburg
Dr. Peter Fassl
Historiker, ehem. Heimatpfleger des Bezirks Schwaben
PD Dr. Ulrich Niggemann
Universität Augsburg
Prof. Dr. Lothar Schilling
Universität Augsburg