Programm

 

Kunst - Literatur - Musik

Kunst - Literatur - Musik

Russische Musik

Zwischen Internationalität und russischer Identität

Sie komponierten Werke von Weltgeltung. Einige der international berühmten russischen Komponisten verfemte man zuhause, sie gingen ins Exil, kehrten bewundert zurück und wurden als Aushängeschilder benutzt. Ihnen gemein ist die Liebe zur Heimat. Ihre Werke erzählen Geschichten zwischen russischem Empfinden und westlicher Inspiration.
In der Oper „Boris Godunow“ wandte sich Mussorgski russischer Historie zu; seine „Bilder einer Ausstellung“ eroberten die internationalen Konzertsäle. Tschaikowski reüssierte im Westen, vorwiegend mit Ballettmusik, aber auch mit der lyrischen Opernkunst eines „Eugen Onegin“. Strawinsky verarbeitete archaische russische Bräuche im skandalumwitterten „Le Sacre du Printemps“. Er ließ sich in den USA nieder, kehrte kurz nach Russland zurück, nur um sofort wieder abzureisen. Nach Jahren in Paris ging Prokofjew zurück in die Heimat, wo er als Musiker unter Repressionen litt. Auch Schostakowitsch war davon betroffen, passte sich jedoch scheinbar an. Rachmaninow verließ Russland und kehrte nie zurück.
Die Veranstaltung macht mit den Biografien russischer Komponisten vor dem Hintergrund des historisch-politischen Machtgefüges vertraut und stellt die Vielfalt ihrer Musik vor.

No. 18030

27.04.2018 bis 29.04.2018

Beginn 17.00 Uhr
Ende ca. 12.30 Uhr

Preis:

inkl. 2x Vollpension DZ 279,00 € / EZ 305,00 € ohne Zimmer 213,00 €

Referentin

Prof. Dr. Ute Büchter-Römer
Humanwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln