Programm

 

Geschichte

Geschichte

Fortschritt und Verlust: Transformationen – Deutungen – Konflikte

Historische Tagung

Ob Veränderungen Fortschritt oder Verlust bedeuten, ist eine Frage des Standpunktes – es handelt sich um zwei Seiten einer Medaille. Welche Deutungen in sozialen Gruppen und Gesellschaften dominieren, ist stets Ergebnis komplexer Aushandlungsprozesse und unterliegt historischem Wandel. Im Bereich ökologischer Veränderungen wird dies in jüngster Zeit besonders deutlich. Was zwischenzeitlich weithin als Fortschritt galt, wird heute vielfach als Verlust wahrgenommen. Erst wenn Biodiversität und „naturbelassene“ Landschaft in einer Gesellschaft als wertvoll definiert werden, lässt sich ihr Verschwinden als Verlust beschreiben. Die Tagung nimmt Veränderungen von Wissensbeständen und -ordnungen im süddeutschen Raum seit der Mitte des 18. Jahrhunderts in den Blick. Sie analysiert sowohl umstrittene Wissensbestände als auch ihre kulturellen Ausdeutungen im Gefolge sozialer Aushandlungsprozesse. Die Themen der Vorträge decken ökologische, agrartechnische, ökonomische und medizinische Wissensfelder ab. Sie fragen nach zeitgenössischen Fortschrittsdiskursen, nach neuen (und als neu deklarierten) Wissensbeständen und Versuchen, sie zu implementieren, aber auch nach Widerständen gegenüber neuem und Verlusten von tradiertem Wissen.

No. 20052

28.09.2020 bis 29.09.2020

Beginn 10.00 Uhr
Ende ca. 17.00 Uhr

Preis:

Mittagessen DZ 20,00 € / Abendessen EZ 15,00 € Teilnahmegebühr 40,00 €

Leitung

Dr. Peter Fassl
Heimatpfleger des Bezirks Schwaben

Prof. Dr. Lothar Schilling
Universität Augsburg

Apl. Prof. Dr. Regina Dauser
Universität Augsburg

PD Dr. Ulrich Niggemann
Universität Augsburg