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Irseer Dialoge
Kultur und Wissenschaft interdisziplinär
Herausgegeben von Markwart Herzog / Rainer Jehl (Bände 1-13)
Herausgegeben von Markwart Herzog / Sylvia Heudecker (ab Band 14)
Schwabenakademie Irsee
im Verlag W.Kohlhammer, Stuttgart
Die Schwabenakademie Irsee bietet mit ihrer Reihe „Irseer Dialoge” ein breites Spektrum markanter Themen heutiger Kulturwissenschaft in interdisziplinärer Ausrichtung und anthropologischer Tragweite.
Fächerübergreifend angelegt, soll der Blick für die Komplexität, Bedeutungsvielfalt und enge Verflechtung der Kultur- und Wissenschaftsbereiche in der Moderne geschärft werden.
Zugleich wollen die „Irseer Dialoge” ein Selbst- und Weltverständnis des Menschen fördern, das auch die geistesgeschichtlichen Kontexte berücksichtigt, in denen kulturelle Traditionen und deren Wandel begründet sind.
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| Bd. 15: |
Renate Berger, Anja Herrmann (Hrsg.)
Paris, Paris!
Paula Modersohn-Becker und die Künstlerinnen um 1900
Irseer Dialoge, Band 15
W. Kohlhammer Verlag
Stuttgart 2009, 190 S., 69 s/w Abb., 15 farb. Bilder
ISBN 978-3-17-020714-1
22,00 € (in jeder Buchhandlung erhältlich).
Während sich mehrere Ausstellungen anlässlich des 100. Todestages von Paula Modersohn-Becker
(1876-1907) auf den Vergleich mit französischer Kunst, auf das Künstlerpaar und die Bedeutung
der Mumienporträts für das Spätwerk der Malerin konzentrierten, setzt dieser Band einen neuen
Schwerpunkt. Im ersten Teil geht es um junge Künstlerinnen aus aller Welt, die wie Paula
Modersohn-Becker um 1900 nach Paris gingen, um, inspiriert von Marie Bashkirtseff oder
Friedrich Nietzsche, Freiheit und neue Impulse für ihre Arbeit zu gewinnen, ferner um die
Figur der Künstlerin in der zeitgenössischen Literatur. Im Mittelpunkt des zweiten Teils
stehen das Pariser Umfeld von Modersohn-Becker, die Bedeutung der dort entstandenen Selbstakte
und schließlich die Rolle von Otto Modersohn als Witwer und Nachlassbetreuer. Im dritten
Teil werden erstmals Collagen der Berliner Künstlerin Ruth Tesmar präsentiert. Sie erkunden
die Beziehung zwischen Kunst und Literatur sowie den geistigen Raum, in dem Modersohn-Becker
ihre Themen entwickelte.
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| Bd. 14: |
Markwart Herzog, Mario Leis (Hrsg.)
Der Bahnhof: Basilika der Mobilität –
Erlebniswelt der Moderne
Irseer Dialoge, Band 14
W. Kohlhammer Verlag
Stuttgart 2010, 230 S., 54 Abb.
ISBN 978-3-17-020566-6
22,00 € (in jeder Buchhandlung erhältlich).
Der Bahnhof avanciert im 19. Jahrhundert zum bedeutenden architektonischen Bautypus.
Er ist Symbol und Verdichtungsraum von Mobilität, Modernität und Urbanität. Architekten,
Filmregisseure, Maler, Komponisten und Dichter verherrlichen den Bahnhof als "Kathedrale
der Moderne" oder verdammen ihn als "Monstrum an Hässlichkeit und Leere".
Vielfältig-schillernd gestaltet sich auch das alltägliche Leben in und um den Bahnhof.
Er ist Schauplatz von Abschied und Wiedersehen, von großen und kleinen Schicksalen. Als
in sich geschlossener Kosmos bietet der Bahnhof eine eigene Lebenswelt, in die man anonym
ein- und abtauchen kann, die aber auch "Nischen von Heimat" schafft – nicht nur für
Randgruppen und Obdachlose.
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| Bd. 13: |
Markwart Herzog (Hrsg.)
Fußball zur Zeit des Nationalsozialismus
Alltag - Medien - Künste - Stars
Irseer Dialoge, Band 13
W. Kohlhammer Verlag
Stuttgart 2008, 336 S., 42 Abb.
19,80 € (in jeder Buchhandlung erhältlich).
Als Massenphänomen hatte der Fußballsport seit den 1920er Jahren enorm an wirtschaftlicher Bedeutung und gesellschaftlicher Akzeptanz gewonnen.
Dies fand seinen Niederschlag im Alltagsleben, in Presse und Rundfunk, in Literatur, Film und bildender Kunst. Veränderten sich in den 1930er und 1940er Jahren das Gesicht des Fußballsports und die Sichtweisen auf ihn in den Medien und Künsten? Gab es eine zeitspezifische Fußballsportfotografie oder -karikatur mit unverkennbar nationalsozialistischer Ästhetik? Wie wurde die Symbolik des Fußballspiels eingebunden, gedeutet und (um)interpretiert im nationalsozialistischen Alltag? Diese und andere Aspekte der Kulturgeschichte des Fußballs im Dritten Reich werden in diesem Band behandelt.
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| Bd. 12: |
Markwart Herzog (Hrsg.)
Höllen-Fahrten
Geschichte und Aktualität eines Mythos
Irseer Dialoge, Band 12
W. Kohlhammer Verlag
Stuttgart 2006 304 Seiten, 22 Abb.
20,- € (in jeder Buchhandlung erhältlich).
Fahrten in ein über- oder unterirdisches Jenseits gehören zum Standardrepertoire der Religionsgeschichte: Begnadete Heroen oder Götter fahren in die Unterwelt, um ihr Geheimnisse zu entlocken, Schätze zu heben, böse Mächte zu bezwingen, Tote zu erlösen oder spannende Abenteuer zu bestehen.
Diese oft in bunten Farben ausgemalten, dramatisch und aggressiv inszenierten Spektakel faszinieren die Kulturen der Neuzeit und Moderne nach wie vor, obwohl sie ein Weltbild voraussetzen, das schon lange als überholt gilt.
Im interdisziplinären Zugriff stellen die Autorinnen und Autoren dieses Bandes religionshistorische und theologische Hintergründe dar und analysieren die Ergebnisse der Aneignungs- und Verfremdungsprozesse, denen „Höllen-Fahrten” in den zeitgenössischen Künsten und Medien unterliegen.
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| Bd. 11: |
Markwart Herzog (Hrsg.)
Skilauf - Volkssport - Medienzirkus
Skisport als Kulturphänomenen
2005, 272 Seiten mit 57 Abbildungen, Kart.
20,00 €
ISBN 3-17-018993-X
Als Volkssport ist der Skilauf für den Fremdenverkehr unverzichtbar. Bei Wettbewerben zieht er die Massen in seinen Bann, und das Fernsehen bringt Stars und Rekorde ins Wohnzimmer. Was ist eigentlich das Faszinierende an den Disziplinen des Skisports? Welche gesellschaftlichen Kräfte haben ihn populär gemacht?
Die kultur- und medienwissenschaftlichen, kunst- und sporthistorischen Beiträge dieses Bandes zeigen Mechanismen des Starkults und dessen geschlechtsspezifische Differenzierung. Sie analysieren die Schönheit des Skisports und dessen Transformation in die Ästhetik verschiedener Kunstformen: Dichtung, Literatur und Theater, Malerei und Werbegrafik, Film und Fotografie, Kinderbuch und Comic.
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| Bd. 10: |
Norbert Fischer
Markwart Herzog (Hrsg.)
Nekropolis
Der Friedhof als Ort der Toten und der Lebenden
2005, 280 Seiten mit 70 Abbildungen, Kart.
20,00 €
ISBN 3-17-018131-9
Immer häufiger entsehen aus den bisher vertrauten Grabmal-Landschaften die weiten zeichenlosen Rasenflächen der anonymen Urnenhaine. Neue Entwicklungen wie Naturbestattung und Internet-„Friedhöfe” beanspruchen die Aufmerksamkeit. Einerseits werden diese Tendenzen kulturkritisch als Verlust altehrwürdiger Tradition beklagt, andererseits regen sie zu neuen Visionen über Formen zukünftiger Bestattungs- und Trauerkultur an.
Die Friedhofsgeschichte wird in den kulturhistorischen und kulturvergleichenden Beiträgen dieses Bandes mit ihren Wegmarken und Wendepunkten, Ein- und Ausgrenzungen behandelt. Neue Formen der Bestattungs- und Trauerkultur bieten die Chance, den Friedhof der Zukunft als einen multifunktionalen Ort sozialen Handelns und generationsübergreifender Kommunikation zu projektieren.
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| Bd. 9: |
Markwart Herzog
Norbert Fischer (Hrsg.)
Totenfürsorge
Berufsgruppen zwischen Tabu und Faszination
2003, 232 Seiten mit 33 Abbildungen, Kart.
20,00 €
ISBN 3-17-018131-9
Tabu und Faszination sind Einstellungen, mit denen die Menschen vieler Kulturen auf Sterben und Tod reagieren. Mit Schauder und Neugierde begegnet man auch jenen Berufsgruppen, die sich um Leichname kümmern. Bis heut beklagen Bestattungsunternehmer über gesellschaftliche Marginalisierung, obwohl sie unentbehrlichen Arbeiten nachgehen. Gleichzeitig finden Themen, die mit Bestattern, Pathologen, Anatomen und Gerichtsmedizinern besetzt und inszeniert werden können, ungewöhnliches Interesse in Massenmedien, Kunst und Literatur.
Diese und andere markante Berufsgruppen der Totenfürsorge, ihre Tätigkeitsbereiche und soziale Stellung stehen im Zentrum des vorliegenden Bandes. Die sozialhistorischen Untersuchungen werden flankiert von kunsthistorischen Analysen zur Rezeption dieser Berufe in Dichtung und Literatur der Barockzeit sowie in der zeitgenössischen Kunst mit ihren teils spektakulären Installationen, Performances und Ausstellungen mit Leichenpräparaten.
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| Bd. 8: |
Wolfgang E.J. Weber
Markwart Herzog (Hrsg.)
»Ein Herz und eine Seele«?
Familie heute
2003, 248 Seiten mit 19 Abbildungen, 2 Tabellen, Kart.
21,00 €
ISBN 3-17-018126-2
Über Familie wird so leidenschaftlich gestritten wie über kaum ein anderes Thema. Ihre widersprüchlichen Erscheinungsformen, Bedeutungszuschreibungen und Wertschätzungen verlangen nach einer interdisziplinären Bestandsaufnahme.
Der vorliegende Band informiert einerseits über die genetischen und psychoanalytischen Grundlagen der Familie sowie über ihre historischen und soziokulturellen Traditionen. Den tiefen Wandel, dem diese Institution derzeit unterliegt, dokumentieren die bei Familiengerichten ausgetragenen Konflikte sowie die »Ein-Eltern-Familie« als eine der wichtigsten neuen Familienformen.
Andererseits skizzieren die Beiträge, wie das Thema in Romanen und Fernsehsendungen verarbeitet wird. Die nach wie vor hohe Bedeutung familiärer Beziehungen zeigt sich bei Berufseinstieg und Karriere, aber nicht zuletzt auch im metaphorischen Gebrauch des Familienbegriffs – beispielsweise in Sportvereinen, die sich so ihres Zusammenhalts und der Loyalität ihrer Anhänger versichern.
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| Bd. 7: |
Markwart Herzog (Hrsg.)
Fußball als Kulturphänomen
Kunst - Kult - Kommerz
2002, 320 Seiten mit 52 Abbildungen, 5 Tabellen, Kart.
18,00 €
ISBN 3-17-017372-3
Fußball hat im 20. Jahrhundert eine beispiellose Karriere durchlaufen: Lange und hartnäckig als geistloser Proletensport geschmäht, konnte er sich als beliebte Freizeitbetätigung und unverzichtbarer Bestandteil der Popkultur etablieren und dabei alle gesellschaftlichen Schichten in seinen Bann ziehen. Weltweit steht er in vitaler Kommunikation mit der globalisierten Unterhaltungs- und Medienindustrie.
Zum ersten Mal werden im deutschsprachigen Raum die Beziehungen zwischen Fußball und der Kultur der Moderne auf breiter interdisziplinärer Basis analysiert. Die Autoren zeichnen die Spuren nach, die dieser Sport in Künsten, Medien und Ökonomie hinterlässt. Auch die häufig gestellte Frage nach dem Zusammenhang zwischen Sport und Religion wird ausführlich diskutiert. Stiftet doch die Identifikation mit dem Fußballverein für viele Fans einen Sinn im Leben, der signifikante Parallelen mit religiöser Daseinsorientierung aufweist.
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| Bd. 6: |
Markwart Herzog (Hrsg.)
Totengedenken und Trauerkultur
Geschichte und Zukunft des Umgangs mit Verstorbenen
2001, 192 Seiten mit 42 Abb. Kart.
19,40 €
ISBN 3-17-016972-6
Bis weit in die Neuzeit hinein waren Sterben und Tod öffentliche und religiöse Angelegenheiten. Traditionelle Zeremonien und Riten, mit denen man den Abschied von und die Erinnerung an die Verstorbenen beging, verblassen jedoch zunehmend. Weitgehend aufs Private reduziert, hat sich bei der Trauer um Verstorbene eine vielbeklagte Ratlosigkeit ausgebreitet; auf der anderen Seite sind Aufbrüche zu neuen, individuellen Möglichkeiten zu beobachten, die etwa das Internet anbietet.
Die Autoren geben einen instruktiven Einblick in die psychologischen Grundlagen persönlicher Trauerarbeit und analysieren die sozialgeschichtlichen Hintergründe der heutigen Situation. In überraschenden Kontexten stellt sich die spannende Frage, inwieweit das Gedenken an Verstorbene deren Bestattung in individuell markierten Grabstätten erfordert. Auch das radikale Gegenteil der Trauerkultur wird berücksichtigt: die Vernichtung von Totengedenken, wie sie in der Rechts- und Politikgeschichte reichlich dokumentiert ist.
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| Bd. 5: |
Markwart Herzog (Hrsg.)
Der Streit um die Zeit
Zeitmessung - Kalenderreform - Gegenzeit - Endzeit
Seit der letzten Millenniumswende ist uns wieder deutlicher geworden:
Unsere Zeitrechnung ist weder selbstverständlich noch naturgegeben,
sondern das Ergebnis einer komplizierten und ungemein spannenden Geschichte.
Kalenderreformen haben immer auch in religiöse Festtagsordnungen eingegriffen,
sind deshalb von konfessionellen und politischen Konflikten durchzogen.
Namhafte Autoren untersuchen den teilweise dramatischen Weg, der zum
heute allgemein anerkannten „bürgerlichen Kalender” geführt hat.
Im Mittelpunkt stehen die wegweisenden Reformen von Julius Caesar
und Papst Gregor XIII. Neben den antichristlichen „Gegenkalendern” der
französischen und der russischen Revolution werden die anthropologischen
Grundlagen des Zeitverständnisses ebenso dargestellt wie die Visionen
und Ängste, die sich an der Vorstellung vom „Ende der Zeit” entzünden.
Der Herausgeber: Markwart Herzog ist Wissenschaftlicher Bildungsreferent
der Schwabenakademie Irsee.
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| Bd. 4: |
Heinz Robert Schlette und Markwart Herzog (Hrsg.)
„Mein Reich ist von dieser Welt”
Das Menschenbild Albert Camus
2000, 192 Seiten. Kart.
19,30 €
ISBN 3-17-016694-8
Fälschlicherweise dem sogenannten Existentialismus zugeordnet, verdankt sich Camus Auffassung vom Menschen sehr verschiedenen Quellen: In ihr verbinden sich Erfahrungen der algerisch-mediterranen Natur und Kultur mit Elementen vorsokratischen Denkens, erkenntnistheoretischen und ethischen Ansätzen der Neuzeit sowie ästhetisch-künstlerischer Sensibilität zu einer Deutung von Mensch und Welt, von der eine außerordentliche Faszination ausgeht. Albert Camus (1913-1960) wird in Philosophie und Literaturwissenschaft stark beachtet. Zahlreiche Theateraufführungen, Neuübersetzungen und wissenschaftliche Untersuchungen haben auch ein breites öffentliches Interesse für das Werk des Nobelpreisträgers geweckt.
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| Bd. 3: |
Markwart Herzog (Hrsg.)
Sterben, Tod und Jenseitsglaube
Ende oder letzte Erfüllung des Lebens?
2001, 192 Seiten mit 2 Abb. Kart.
17,90 €
ISBN 3-17-016443-0
Von Tod und Sterben ist jeder in seiner Existenz zutiefst betroffen. Der Tod ist universell. Aber seine Erfahrung, Bewertung und Bewältigung haben sich auf ganz unterschiedliche Weise Ausdruck verschafft. Ist der Tod sinnloser Abbruch oder etwa letzte Erfüllung des Lebens? Die aktuelle Diskussion über den Hirntod wirft im Besonderen die Frage auf: Wann ist der Mensch wirklich tot? Welche verlässlichen Erkenntnisse vermitteln die modernen Wissenschaften vom Menschen für ein Verständnis von Sterben und Tod?
Die Autoren dieses Bandes geben anthropologisch und religionswissenschaftlich profunde Einsichten in den Wissens- und Erfahrungsschatz der Menschheit in ihrem Umgang mit Tod und Sterben.
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| Bd. 2: |
Markwart Herzog (Hrsg.)
Die Wiederkunft der Engel
Beiträge zur Kunst und Kultur der Moderne
2000, 156 Seiten mit 44 Abb. Kart.
17,90 €
ISBN 3-17-016442-2
Aufklärung und Entmythologisierung haben die Engel als infantile Spielerei, als magisch-mystische Verirrung des Geistes abgetan. Von der heutigen Theologie eher stiefmütterlich behandelt, haben die Engel jedoch gerade in der Kultur der Moderne teils spielerische Frische, teils tiefen religiösen Ernst zurückgewonnen. In zeitgenössischer Kunst, Philosophie und Literatur hinterlassen sie überraschende Spuren: beispielsweise als Wächter der Humanität, als Mahner gegen deren Gefährdung. Engel begegnen uns aber auch im Kinofilm, wo sie und andere Außerirdische für Unterhaltung und Zerstreuung sorgen, oder in der Werbung, wo sie Glück und Wohlbefinden verheißen, zum Kauf angepriesener Produkte animieren.
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| Bd. 1: |
Rainer Jehl und Wolfgang E.J. Weber (Hrsg.)
Melancholie
Epochenstimmung - Krankheit - Lebenskunst
2000, 152 Seiten mit 2 Abb. Kart.
17,90 €
ISBN 3-17-016388-4
Bedrängt von der ökologischen Krise, skeptisch gegen die Verheißung einer gerechten Wohlstandsgesellschaft, enttäuscht über die Dissonanzen technischen Fortschritts zerrissen zwischen hochgesteckten Zielen und bescheidenen Möglichkeiten ihrer Realisierung, entdeckt die Moderne ein Thema, das schon der Antike vertraut war: Melancholie. Bringen die enormen Anforderungen unserer durchrationalisierten Welt nicht notwendigerweise die Stimmung der Schwermut hervor - bis hin zur lebensbedrohlichen Lähmung? „Melancholie” bietet aber auch Trost angesichts scheiternder Lebensentwürfe, kann zur Überlebensstrategie gefährdeter Existenz werden.
Die Beiträge dieses Bandes geben einen instruktiven Einblick in die geschichtliche Herkunft und die Vielgestaltigkeit eines stark beachteten Themas heutiger Kulturwissenschaft.
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Schwabenakademie Irsee
Im Schwäbischen Tagungs- und Bildungszentrum Kloster Irsee Klosterring 4 87660 Irsee
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