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Philosophie - Religion

Philosophie - Religion

Epikur und Seneca

Freude und Gelassenheit?

„Philosophieren soll der junge Mensch ebenso wie der Greis; der eine, um alternd jung zu bleiben aus Dankbarkeit für das Vergangene, der andere, damit er zugleich jung und altersweise furchtlos der Zukunft entgegengeht.“ Bei Epikur, der Einfachheit und Genügsamkeit lebte und lehrte, haben Menschen gerade in Krisenzeiten immer wieder Rat und Hoffnung gesucht. Verspricht doch seine „Philosophie der Freude“ Befreiung von Schmerzen und Ängsten, besonders vor dem Tod.

Seneca war im Gegensatz zu Epikur am politischen Leben aktiv beteiligt. Seine „stoische“ Philosophie hat wichtige Impulse für die Idee der Gleichheit der Menschen gegeben und die Rolle des Einzelnen in Staat und Gesellschaft kritisch beleuchtet. Seneca hinterfragt die echten und falschen Güter des Lebens und stellt den „Mainstream“ auf den Prüfstand. Er tröstet die Trauernden, beugt sich mit Gottvertrauen dem Schicksal und dem Tod, ist sich aber sicher: „Ob ich wirklich lebe, solange ich bin, das hängt von mir selber ab.“

Spannend ist die christliche Auseinandersetzung mit beiden Philosophen: Während Epikur radikal abgelehnt wird, gilt Seneca geradezu als „Beinahe-Christ“. – Freuen wir uns auf interessante Texte und Diskussionen!

No. 17021

31.03.2017 bis 02.04.2017

Beginn 17.00 Uhr
Ende ca. 12.30 Uhr

Preis:

DZ 219,00 € / EZ 243,00 € ohne Zimmer 153,00 €

Referent 

Peter Wonka, StD i.R.
Referent in der Erwachsenenbildung für Philosophie, Literatur, Politik und Geschichte, Marktoberdorf.