Programm

 

Kunsthistorisches Forum Irsee

Kunsthistorisches Forum Irsee

BilderGewalt: Zerstörung – Zensur – Umkodierung – Neuschöpfung

Im Jahr des 500. Reformationsjubiläums widmet sich das Kunsthistorische Forum Irsee der „Zerstörung des Bildes“. Der Ikonoklasmus hat tagespolitisch traurige Aktualität. Weltkulturerbe wird aber auch andern Orts vernachlässigt oder vernichtet. Klimaveränderungen, der Massentourismus und Naturkatastrophen tragen dazu bei.

Im Zentrum der Tagung stehen daher nicht nur antike oder mittelalterliche Bildverbote, bildertheologisches Schrifttum oder der reformatorische Bildersturm. Vielmehr wird das Thema sowohl chronologisch als auch disziplinär breit angegangen. Warum werden Kunstwerke zerstört? Wodurch entsteht die Wirkmächtigkeit eines Bildes (D. Freedbergs „Power of images“) und inwiefern wird das Kunstwerk als Bedrohung wahrgenommen?

Welche analytische Bedeutung haben in diesem Kontext Begriffe wie Zäsur, Umkodierung und Reinterpretation? Dabei muss der Blick auch auf die Frage gerichtet werden, wie die zeitgenössische Kunst mit dem Themenkomplex umgeht.

Das 2012 gegründete Kunsthistorische Forum Irsee konzipiert jährlich Frühjahrsakademien, die sich dem Forschungsfeld „Künstler und Gesellschaft“ widmen. Das Forum verfolgt das Ziel, aktuelle wissenschaftliche Fragestellungen in die Öffentlichkeit zu bringen. Deshalb findet parallel zum Kunsthistorischen Forum im Rahmen der Ausstellung „Schwäbische Künstler in Irsee“ die Sonderausstellung „Das veränderte Kunstwerk“ statt, in der sich zeitgenössische schwäbische Künstler dem Tagungsthema stellen.

Hinweis: Vernissage der Ausstellung „Das veränderte Kunstwerk“ am 8. April 2017, 11 Uhr, im Festsaal Kloster Irsee.

Dateien:
Flyer_KFI_Internet_01.pdf2.3 M

No. 17024

07.04.2017 bis 09.04.2017

Beginn 18.30 Uhr
Ende ca. 12.30 Uhr

Preis:

DZ 219,00 € / EZ 243,00 € Tagungsgebühr 60,00 €

Leitung

Dr. Markwart Herzog
Schwabenakademie Irsee

Dr. Sylvia Heudecker
Schwabenakademie Irsee

Dr. Birgit Ulrike Münch
Universität Bonn

Prof. Dr. Dr. Andreas Tacke
Universität Trier

www.kunsthistorisches-forum-irsee.de