Programm

 

Kunst - Literatur - Musik

Kunst - Literatur - Musik

Blütezeit der Buchmalerei

vom 11. bis zum 15. Jahrhundert

Dieses Seminar beleuchtet das vielfältige Spektrum der Buchmalerei vom 11. bis 15. Jahrhundert in einer Auswahl von acht einzigartigen Handschriften. Dabei ist es die Mischung aus geistlicher und weltlicher Literatur, die die Beschäftigung mit der Buchkunst so abwechslungsreich macht. Ein im Jahr 1047 illustrierter Apokalypsenkommentar des Beatus von Liébana inspirierte Umberto Eco zu seinem Weltbestseller „Der Name der Rose“. Die Eigenschaften der Tiere, ob real oder fantastisch, werden in mittelalterlichen Bestiarien in Bezug zur christlichen Heilslehre gesehen. Friedrich II. ist es, der sich als erster nachantiker Autor empirischer Naturbeobachtung hingibt, die von religiöser Weltauffassung unabhängig ist und in seinem „Falkenbuch“ gipfelt. Die Liebeslyrik mittelalterlicher Minnesänger wird genauso bildmächtig umgesetzt wie die fulminanten Jenseitsvisionen Dantes, während die Wenzelsbibel durch ihre erotischen Rahmenillustrationen bis heute so manches Rätsel aufgibt. Die Buchmalerei des 15. Jahrhunderts schließlich beschäftigt sich mit Marco Polos Fabulierlust und bringt ein Höchstmaß an Eleganz in den höfischen Szenen des Stundenbuchs des Herzogs von Berry hervor.

No. 17017

10.03.2017 bis 12.03.2017

Beginn 17.00 Uhr
Ende ca. 12.30 Uhr

Preis:

DZ 239,00 € / EZ 263,00 € ohne Zimmer 173,00 €

Referentin

MMag. Ursula Düriegl
Universitätslektorin für Kunstgeschichte, Autorin, Museumspädagogin und wissenschaftliche Reiseleiterin, Wien.

Anmeldung wurde geschlossen.