Ziele und Aufgaben
Die Schwabenakademie Irsee hat ihren Sitz im Schwäbischen Tagungs- und Bildungszentrum Kloster Irsee.
Der Erwachsenenbildung verpflichtet, ist sie Mitglied im Bayerischen Volkshochschulverband.
Getragen wird sie gemeinsam vom Bezirk Schwaben und vom Schwäbischen Volksbildungsverband.
Als Akademie im neuzeitlichen Sinn des Wortes ist sie eine Einrichtung zur Förderung von
Bildung und Kunst einerseits, von Wissenschaft und Forschung andererseits.
Wesentliches Strukturprinzip ist der Dialog: ein geistiger Austausch,
der alle Gebiete der Kultur umfaßt.
Historische Wurzeln
Die Schwabenakademie Irsee nahm 1983 in dem vom Bezirk Schwaben in den Jahren 1974 bis 1981
restaurierten Klostergebäude des ehemaligen Reichsstiftes Irsee ihre Arbeit auf.
Nach rund 125 Jahren Verwendung der Klosteranlage für die psychiatrische Versorgung -
und nach dem schrecklichen Mißbrauch der Psychiatrie während der Zeit des Nationalsozialismus
auch in Irsee - erfolgte die Gründung der Schwabenakademie in bewußter Rückbindung an die
Blütezeit des Irseer Benediktinerklosters in der Barockzeit.
Irsee war damals zu einem bedeutenden süddeutschen Geisteszentrum aufgestiegen.
Die Irseer Benediktiner taten sich als Forscher hervor, als Gelehrte und Künstler,
und zwar nicht nur auf den Gebieten der Spiritualität und Theologie, sondern auch in Mathematik,
Naturwissenschaften und Philosophie. Bedeutende Persönlichkeiten wie Meinrad Spieß und
Magnus Remy widmeten sich hier der Musik und der bildenden Kunst.
Bildungsauftrag
Die Gelehrsamkeit und Kunstentfaltung Irsees im 18. Jahrhundert war in religiöse,
wirtschaftliche und heimatnahe Bezüge eingebettet, die vielfältiges geistiges Leben ermöglichten.
Die Kreativität und die Weltoffenheit dieser Tradition sind Anknüpfungspunkte für den
überregionalen Bildungsauftrag der Akademie, der einen weitgespannten Radius kultureller
und wissenschaftlicher Aktivitäten umfaßt. Von besonderem Gewicht sind dabei Landschaft,
Geschichte, Kunst und Kultur des Bezirks Schwaben.


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